Die digitalen Helfer in Corona-Zeiten

| Mallorca |
Per App „SpTH“ lässt sich der Gesundheitsfragebogen, der zur Einreise nach Mallorca benötigt wird, unkompliziert ausfüllen und einreichen.

Per App „SpTH“ lässt sich der Gesundheitsfragebogen, der zur Einreise nach Mallorca benötigt wird, unkompliziert ausfüllen und einreichen.

Foto: cls

Sowohl in Spanien als auch in Deutschland gibt es inzwischen spezielle Apps, die den Anwender darüber in Kenntnis setzen, wenn er Kontakt mit einem Covid-19-Infizierten hatte. Diese können sowohl von Einheimischen als auch von Reisenden verwendet werden und lassen sich über den App Store beziehungsweise Google Play herunterladen.

Seit Mitte August sammelt in Spanien die App „Radar Covid“ Daten. Derzeit gibt sie noch keine Warnungen aus. Wahrscheinlich informiert sie ab Ende August auf den Balearen die Anwender darüber, wenn sie Kontakt mit einer Person hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Dafür müssen allerdings noch die Gesundheitszentren in die Datensammlung integriert werden. Voll funktionsfähig soll die digitale Anwendung landesweit ab Mitte September sein. Sie wurde von der Madrider Regierung auf den Weg gebracht und soll dazu dienen, Infektionsherde ausfindig zu machen und so die Verbreitung zu unterdrücken.

Die Anwendung sammelt die Daten via Bluetooth, wenn sich zwei User länger als 15 Minuten in einem Abstand von weniger als zwei Metern zueinander aufgehalten haben. Wurde ein Anwender danach positiv getestet, gibt der Arzt diese Info als alphanumerischen Code weiter, der vom Patienten dann freiwillig in die App eingegeben werden kann, um so andere zu warnen. Die App wurde bereits erfolgreich auf La Gomera getestet. Sie verspricht, die Anwender zu anonymisieren.

In Deutschland steht die „Corona-Warn-App“ des Robert-Koch-Instituts und der Bundesregierung zur Verfügung. Auch sie informiert darüber, wenn sich der Anwender in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat. Das Robert-Koch-Institut sammelt zudem über die „Corona-Datenspende-App“ Daten von Fitness-Trackern und Smartwatches, um so mehr über Symptome und die Ausbreitung des Virus zu erfahren. Bei beiden Anwendungen heißt es, die Daten ließen keine Rückschlüsse auf den Handynutzer zu.

Wer aus dem Ausland nach Mallorca reist, muss einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Das geht ab 48 Stunden vor Ankunft. Ohne ihn kann die Einreise verwehrt werden. Die sogenannte Passenger Location Card kann online über das Portal „Spain Travel Health” (www.spth.gob.es) des spanischen Gesundheitsministeriums, beziehungsweise die App „SpTH“ eingereicht werden. So kann ein QR-Code generiert werden, der am Flughafen ausgelesen wird. Jeder Reisende – bei Kindern übernehmen das die Eltern – muss ein separates Formular ausfüllen. Anzugeben sind Name, Pass- und Flugnummer, das Ankunftsdatum und eine Mailadresse. Danach werden Fragen zur Gesundheit gestellt. Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen und der Passagier auf Krankheitsanzeichen angeschaut. Die Daten des virtuellen Fragebogens wurden zuvor ausgewertet, deshalb soll nach und nach die Papiervariante abgeschafft werden. Einige Anwender der App beschwerten sich jedoch, dass am Ende des Vorgangs kein QR-Code generiert wurde, sondern immer nur eine Fehlermeldung aufploppte.

Die Unternehmervereinigung der Playa de Palma, Palma Beach, stellte eine neue App vor: „DO Destination Overview“. An dem Pilotprojekt arbeitet unter anderem Google mit. Die Anwendung soll ein Schritt auf dem Weg zum smarten und sicheren Reiseziel Playa de Palma sein. „Destination Overview“ zeigt in Echtzeit an, wie voll Strände und Restaurants sind, sowie welche Hotels geöffnet haben. Per App können Taxen, Mietwagen und Leihräder gebucht werden. Auch beim Check-in am Flughafen und im Hotel steht der digitale Helfer zu Diensten. Zudem listet die App Notfallrufnummern und Kontakte der Gesundheitsbehörden der Insel auf.

Die Stadt Palma gab die App „Platges Segures“ (auf Deutsch: „Sichere Strände“) in Auftrag. Mit deren Hilfe lässt sich herausfinden, wie viele Badegäste sich aktuell an den Stränden der Inselmetropole aufhalten und ob die Sicherheitsabstände dort eingehalten werden können. Erfasst werden Cala Mayor, Can Pere Antoni, Ciutat Jardí, Cala Estància und die Playa de Palma. Je nach Auslastung zeigt die App den Strand als frei „grün“, stark besucht „orange“ oder voll belegt „rot“ an. Der Nutzer kann sich zudem über die Beflaggung der Playa informieren. Auch wird aufgeführt, wo der Zugang für Behinderte möglich ist. Die User können anonym angeben, wann sie sich an dem jeweiligen Strand aufhalten. Die Smartphone-Anwendung kann auch auf Deutsch sowie für Apple- als auch Android-Geräte heruntergeladen werden.

Die Gemeinde Capdepera stellt ebenfalls Informationen zu den Stränden ins Netz – zwar nicht als App aber dennoch als Anwendung fürs Smartphone. Per QR-Code, der von einer Handykamera ausgelesen wird, lassen sich Informationen zu Playas und Buchten der Gemeinde abrufen, dazu zählt die Wassertemperatur und ob es einen Chiringuito gibt oder nicht. Zudem sind – auch in deutscher Sprache – die Sicherheitsregeln nachzulesen und die Gemeinde führt auf, welche Strände wegen Überfüllung geschlossen werden mussten. Den QR-Code gibt es auf der Webseite des Rathauses, alle Infos stehen zudem unter https://oncapdepera.com/platges.php zur Verfügung.

(aus MM 34/2020)

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Majorcus / Vor 26 Tage

@Klaus: Sie verbreiten den gleichen UNsinn wie Schäfflertanz - oder sind Sie selbst wie Schäfflertanz einfach ein von Putin Fern-Gesteuerter (? bezahlter Troll?)? Wollen Sie die Tatsache, dass es derzeit (noch) freie Krankenhaus- & Intensivbetten gibt, schnellstens ändern? P.S.: Der Beitrag Ihres Links ist 1,5 Wochen alt, hat also mit dem aktuellen Pandemie-Geschehen nichts zu tun. Nach Ihrer Logik würde Sie die Feuerwehr rufen, wenn das Haus bis auf das Fundament abgebrannt ist - aktuell gibt es wenige tragische Fälle, weil eben die überwiegende Mehrheit verantwortungsbewusst handelt - und keinen Schrott von Ihnen falsch versteht. Dank an die Vernünftigen!

Klaus / Vor 27 Tage

https://www.calpino.com/deutscher-und-spanischer-arzt-rechnen-mit-corona-panikmache-ab/

Roland / Vor 27 Tage

@Schäfflertanz

Was Sie nicht alles wissen. Das hört sich alles ganz schlimm an.

Majorcus / Vor 28 Tage

@Schäfflertanz: Wer sitzt eigentlich hinter Ihrem Desinformations-Profil & wo? Ein bezahlter Putinbots in St. Petersburg? "Trollfabrik, Kremlbots (...) Bezeichnungen für eine verdeckte Organisation in Russland, die im Auftrag des Staates Manipulationen im Internet betreibt. Mithilfe von Sockenpuppen (...)" Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Troll-Armee#Organisation Außerdem hieß - Der ("alte") Bergdoktor - Dr. Justus Hallstein und nicht Georg. Geben Sie Ihre Job auf und helfen Sie in der Klinik Omsk!

bluelion / Vor 28 Tage

@Schäfflertanz. Nimm doch bitte wieder Deine Tabletten und schalte den Computer nicht mehr ein.

Mallorcajoerg / Vor 28 Tage

@Schäfflertanz. Ihnen die App und die Bedeutung und technische Durchführbarkeit von Anonymisierung von Daten zu erklären scheint mir sinnlos. Aber mal ernsthaft. Viertes Reich? Haben Sie es nicht mal eine Nummer kleiner? Ihre Hetze hat fast goebbelsche Qualität!

Schäfflertanz / Vor 28 Tage

So ein Schmarrn, diese APP! Bespitzelung, Denunziation untereinander und StaSi-Überwachung in einem immer stärker werdenden totalitäten Unrechtsstaat! Und das EU-weit. Das vierte Reich von Georg Hallstein steht vor der Tür! Wollt ihr es auch reinlassen, wie damals unsere Großeltern 1933 das dritte Reich? Menschenversuche, Freiheitsrechtseinschränkungen und geplante Massentötungen durch Impfungen! Jetzt kann keiner mehr behaupten, er hätte nichts gewusst. Gelle Mettibrötchen und Konsorten!