Das sind die aktuellen Coronaregeln für Mallorca

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Masken müssen im öffentlichen Raum immer und überall getragen werden.

Masken müssen im öffentlichen Raum immer und überall getragen werden.

Foto: Ultima Hora

Seit Ende August gelten für Mallorca und die Nachbarinseln deutlich verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen. Hinzu kamen Tage später einige Korrekturen und Ergänzungen und am 11. September weitere Verbote. Hier eine überarbeitete Liste mit den neuen und bereits seit längerem geltenden Regeln, die sich allerdings laufend ändern können. Der Stand ist Donnerstag, 24. September.

Einreise
Wer aus dem Ausland nach Mallorca reist, muss einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Das geht ab 48 Stunden vor Ankunft. Ohne ihn kann die Einreise verwehrt werden. Die sogenannte Passenger Location Card kann online über das Portal "Spain Travel Health" (www.spth.gob.es) des spanischen Gesundheitsministeriums, beziehungsweise die App "SpTH" eingereicht werden. Jeder Reisende – bei Kindern übernehmen das die Eltern – muss ein separates Formular ausfüllen. Anzugeben sind Name, Pass- und Flugnummer, das Ankunftsdatum und eine Mailadresse. Danach werden Fragen zur Gesundheit gestellt. Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen und der Passagier auf Krankheitsanzeichen angeschaut.

Coronatest
Ab Mitte Oktober oder Anfang November ist in Deutschland eine 10-tägige Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten wie derzeit Mallorca geplant. Sie müssen frühestens nach dem fünften Tag einen Coronatest machen. Einreisende müssen eine sogenannte Aussteigekarte ausfüllen. Die Bundespolizei soll dann bei Fluggästen die Angaben mit den Passdaten vergleichen. Bis dahin müssen sich Urlauber, die nach Deutschland zurückreisen, dort einem Test unterziehen. Dieser kann auch 48 Stunden vor dem Rückflug auf der Insel durchgeführt werden. Möglich ist das in einer Privatklinik wie Juaneda, der Palma Clinic und Rotger sowie in einer der deutschsprachigen Arztpraxen wie dem deutschen Facharztzentrum in Peguera. Rund 120 Euro sind dafür zu entrichten. Touristen und Einheimische, die Symptome haben, werden kostenfrei in den Gesundheitszentren der Gesundheitsbehörde Ib-Salut getestet. Wer aus Risikoländern wie den USA, Russland oder Brasilien nach Mallorca zurückkehrt, muss in Quarantäne und einen Coronatest machen. Im Hotel Palma Bay können Urlauber untergebracht werden, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Maskenpflicht
Seit Anfang Juli gilt auf Mallorca eine generelle Maskenpflicht außerhalb der eigenen vier Wände, auch im Freien und wenn der Abstand zu anderen Menschen eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 100 Euro Bußgeld geahndet. Doch es gibt ein paar Ausnahmen. Am Strand und am Pool darf auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden, an Uferwegen und -straßen neuerdings aber nicht mehr. Maskenfrei ist auch der Arbeitsplatz weitgehend nicht mehr. Wer Sport treibt oder ein Blasinstrument spielt, muss keine Maske tragen. Wer in einem Restaurant etwas isst oder trinkt, muss den Schutz nicht aufziehen.

Abgeriegelte Gebiete
In Palma de Mallorca sind seit 18. September mehrere Viertel abgeriegelt. Die Corona-Inzidenz ist hier besonders groß. Die Einwohner dürfen diese Gegenden nur zum Arbeiten oder für Arztbesuche verlassen. Bars und Restaurants müssen um 22 Uhr schließen. Höchstens fünf Menschen dürfen sich treffen. Den Personen wird empfohlen, sich nachts in ihren Wohnungen aufzuhalten. Es ist aber nicht verboten, zu dieser Zeit draußen zu sein. Bei den abgeriegelten Vierteln handelt es sich um Son Gotleu, La Soledat Nord, Son Canals, Can Capes, Teile von Arxiduc, Teile von Son Oliva, Son Fortesa Sud und Teile von Plaza de Toros.

Restaurantbesuch
Alle Restaurants und Lokale außerhalb der abgeriegelten Gebiete müssen um spätestens 1 Uhr nachts schließen, die letzten Gäste dürfen um Mitternacht kommen. Der Mindestabstand zwischen den Tischen und an der Bar von 1,5 Metern muss sichergestellt werden. Maximal dürfen zehn Personen an einem Tisch sitzen, in abgeriegelten Gegenden sind es fünf. Die Kapazitätsbegrenzung beträgt neuerdings nur noch 50 Prozent, bei kleinen Restaurants mit maximal 50 Besuchern 75 Prozent.

Party- und Nachtleben
Diskotheken, Nachtbars und Tanzsäle sind geschlossen. Botellóns (nächtliche Trinkgelage vor allem junger Leute) sind verboten, die Polizei kontrolliert verstärkt. Konzerte oder sonstige Events wie etwa Vernissagen müssen von den jeweiligen Autonomieregierungen genehmigt werden. Bei Treffen jeglicher Art im privaten oder öffentlichen Bereich sollen nicht mehr als zehn Menschen zusammenkommen. Wer sich daran nicht hält, dem drohen Bußgelder zwischen 100 und 3000 Euro. Auf den Balearen gilt außerdem: Partyboote dürfen nicht mehr auslaufen. Pool-Partys sind ebenfalls streng tabu.

Rauchen
Es gilt seit Ende August ein generelles Rauchverbot im öffentlichen Raum, auch wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Auch das Rauchen auf den Terrassen von Straßencafés ist im Augenblick untersagt.

Alte Menschen
Neuzugänge in Altersheimen werden auf Corona getestet. Jeder Heimbewohner darf pro Tag für eine Stunde einen Besucher empfangen. Treffen von Senioren in Rentnerclubs sind seit Ende August untersagt. Das liegt daran, dass sich in jener Altersgruppe besonders viele Personen angesteckt haben.

Sport
Wettbewerbe in Sportarten wie Fußball, bei denen sich Menschen berühren können, sind ebenfalls seit August untersagt. Das Training ist erlaubt, wenn sich die Spieler nicht berühren. Betroffen sind Hobbysportler. Hallen dürfen nur zu 50 Prozent gefüllt sein, jedem Schwimmer müssen in Pools mindestens sechs Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Gottesdienst
In Kirchen gilt eine Kapazitätsbeschränkung von 50 Prozent.

Hochzeiten
Es dürfen nicht mehr wie in den Sommermonaten 250 Personen teilnehmen, sondern nur noch 125.

Strände
Sämtliche Strände werden nachts zwischen 21 und 7 Uhr geschlossen. In Palma de Mallorca stehen dafür 15 Polizisten zur Verfügung.

Bordelle
Ende August mussten sämtliche Bordelle schließen.

Öffentlicher Nahverkehr
In Bussen oder Bahnen darf nicht mehr getrunken oder gegessen werden, damit die Masken die ganze Zeit getragen werden.

Spielsalons
Nur noch 50 Prozent der üblichen Gäste dürfen hinein.

Fitnessclubs
Nur noch 50 Prozent der üblichen Gäste dürfen hinein.

Spielplätze
Die Spielplätze sind seit Schulbeginn Anfang September wieder geschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden.

"Sopars a la Fresca" und andere Dorf-Fiestas
Das traditionelle Abendessen im Freien im Rahmen von Dorf-Fiestas (“Sopar a la fresca”) sowie Herbstmessen und Patronatsfeste dürfen bis auf weiteres nicht stattfinden.

Kommentar

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Chul / Vor 24 Tage

Spanien hat die menschenverachtensten und gesundheitsschädlichsten Maßnahmen aller EU-Länder ergriffen. Das Immunsystem der Spanier scheint dadurch so geschwächt, dass das die Anzahl der schweren Fälle im Spanien nun tatsächlich höher ist als in Ländern mit weniger schlimmen Maßnahmen.

Die - in seiner Dauer nicht absehbare, immer wieder verlängerte - Ausgangssperre habe ich als Folter erlebt, die mich schwer krank machte. Die Corona-Infektion überstand ich symptomarm, wie die Mehrheit. Die Maßnahmen jedoch verhinderten meine natürliche Regeneration (statt Spaziergänge an frischer Luft, einsam eingesperrt sein in einer feuchten kalten Wohnung).

Bitte Spanien, lasst endlich eine breite Diskussion mit allen Experten zu! An den bisherigen Maßnahmen und den bewusst geschürten Ängsten sterben mehr als je an Corona hätten sterben können. Bitte lasst Vernunft zu bevor ihr Mensch und Land zur Gänze ruiniert!!

Majorcus / Vor 29 Tage

Vielleicht hätte manches Medium die Regeln vor sechs bis acht Wochen öfter Mal verpffentlichen sollen ...

Mindsetter / Vor 1 Monat

Hätte man nicht die Grenzen Mitte Juni für die Touristen geöffnet wäre es nicht so gekommen. Aber die Profitgier war eben grösser als die Vernunft. Und es wird alles noch viel Schlimmer werden, denn das Virus mutiert und lässt sich nicht mehr aufhalten. Aber die Dummheit mancher Menschen ist eben schier Grenzenlos.

Roland / Vor 1 Monat

Mallorca unter solchen Rahmenbedingungen niemals. Grüße diesmal aus dem unbeschwerten Griechenland. Die Corona-Krönung kommt aus Madrid.