Das sind die aktualisierten Corona-Regeln auf Mallorca

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Im Einkaufszentrum Porto Pi darf wieder Winterkleidung verkauft werden.

Im Einkaufszentrum Porto Pi darf wieder Winterkleidung verkauft werden.

Foto: Ultima Hora

Seit Ende August gelten für Mallorca und die Nachbarinseln deutlich verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen. Hier eine überarbeitete Liste mit den neuen und bereits seit längerem geltenden Regeln, die sich allerdings laufend ändern können. Der Stand ist Dienstag, 2. Februar.

Einreise nach Mallorca
Wer aus dem Ausland nach Mallorca kommt, muss seit dem 23. November ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen – entweder auf dem Smartphone oder in Papierform. Es darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer ohne kommt, dem droht ein hohes Bußgeld. Außerdem wird er dann am Flughafen getestet. In den meisten deutschen Airports gibt es Testzentren.

48 Stunden vor Ankunft muss weiterhin ein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden, wo jetzt auch angekreuzt werden muss, ob man über ein negatives PCR-Testergebnis verfügt oder nicht. Die sogenannte Passenger Location Card kann online über das Portal „Spain Travel Health” (www.spth.gob.es) des spanischen Gesundheitsministeriums, beziehungsweise die App „SpTH” eingereicht werden. Jeder Reisende – bei Kindern übernehmen das die Eltern – muss ein separates Formular ausfüllen. Anzugeben sind Name, Pass- und Flugnummer, das Ankunftsdatum und eine Mailadresse. Danach werden Fragen zur Gesundheit gestellt. Bei der Einreise wird die Temperatur gemessen und der Passagier auf Krankheitsanzeichen angeschaut.

Seit dem 10. Dezember werden negative PCR-Testergebnisse auch auf Deutsch akzeptiert. Kinder unter sechs Jahren müssen keinen Test mehr machen. Zusätzlich zum PCR-Test wird auch ein sogenannter TMA-Test akzeptiert, der aber in Deutschland noch gar nicht erhältlich ist.

Seit dem 20. Dezember müssen auch Einreisende aus dem Inland ein negatives PCR-Testergebnis mitbringen. Inselresidenten können sich in Rest-Spanien an 67 Orten gratis testen lassen oder nach der Ankunft im Flughafen oder Hafen (per Antigen-Test). Sie dürfen alternativ auch eine zehntägige Quarantäne wählen. Das gilt ausdrücklich nicht für Touristen. Ihnen drohen hohe Bußgelder, wenn sie ohne Test anreisen. Kurzreisen mit einer Dauer unter 72 Stunden sind in Spanien ohne Test gestattet.

Einreise nach Deutschland
Seit dem 8. November gilt in Deutschland eine zehntägige Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten wie derzeit Mallorca. Sie können frühestens ab dem fünften Tag einen Corona-Test machen. Einreisende müssen sich online unter www.einreiseanmeldung.de anmelden. In NRW wurde die Regelung gerichtlich gekippt.

Die am 23. Januar eingeführte Testpflicht für Staaten mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Fällen auf 100.000 Einwohner gilt seit dem 19. Februar nicht mehr für Personen, die aus Spanien kommend in Deutschland einreisen.

Wer unter 72 Stunden in Deutschland bleibt, braucht nicht in Quarantäne zu gehen, aber sehr wohl einen Test, wenn er aus einem Hochrisikogebiet wie Spanien kommt. Einen Test kann man auf Mallorca in einer Privatklinik wie Juaneda, der Palma Clinic und Rotger sowie in deutschen Facharztpraxen (Peguera, Porto Pí, Clínica Picasso) machen. Kostenpunkt: zirka 120 Euro.

Nächtliche Ausgangssperre
Seit dem 10. Dezember gilt auf der gesamten Insel ein nächtlicher „Toque de queda” von 22 bis 6 Uhr. Wer zu dieser Zeit ohne Grund von der Polizei auf der Straße angetroffen wird, dem winkt ein hohes Bußgeld.

Corona-Stufensystem
Es gelten fünf Gefahren-Niveaus auf den Balearen, von null bis vier, der höchsten Risiko-Stufe. Mallorca befindet sich seit 11. Dezember auf Stufe 4. Richtungsweisend sind die 14-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner, der Anteil der über 65-Jährigen unter den Kranken, die Positivitätsrate und die Auslastung der Krankenhäuser.

Maskenpflicht
Seit Anfang Juli gilt auf Mallorca eine generelle Maskenpflicht außerhalb der eigenen vier Wände, auch im Freien und wenn der Abstand zu anderen Menschen eingehalten werden kann. Verstöße werden mit 100 Euro Bußgeld geahndet. Doch es gibt ein paar Ausnahmen: Am Strand darf auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden, an Uferwegen und -straßen aber nicht. Maskenfrei ist auch der Arbeitsplatz nicht mehr. Wer Sport treibt oder ein Blasinstrument spielt, muss keine Maske tragen. Wer in einem Restaurant etwas isst oder trinkt, muss den Schutz nicht aufziehen.

Abgeriegelte Orte
Auf Mallorca gibt es momentan keine abgeriegelten Orte. Diese Restriktionsmöglichkeit behält sich die Regionalregierung in Extremfällen aber ausdrücklich vor. Die Nachbarinseln Ibiza und Formentera wurden bis auf weiteres abgeschottet.

Restaurantbesuch
Alle Restaurants und Lokale sind seit dem 13. Januar geschlossen. Diese Regelung wurde bis Mitte Februar verlängert. Erlaubt ist der Verkauf von Take-away-Speisen.

Geschäfte und große Einkaufszentren
Kleinere Läden des Einzelhandels (keine Supermärkte) müssen seit dem 28. Dezember spätestens um 20 Uhr schließen. Das Kundenaufkommen ist auf 30 Prozent begrenzt. Supermärkte und Läden systemrelevanter Dienstleistungen wie Apotheken, Kioske, Optiker, Tierarztpraxen, Tankstellen et cetera dürfen bis 21.30 Uhr oder in Ausnahmefällen sogar länger öffnen. Große Verkaufshäuser und Einkaufszentren mit einer Verkaufsfläche von mehr als 700 Quadratmetern dürfen seit dem 26. Januar wieder teilweise öffnen – für den Verkauf von Winterkleidung, Kinderwaren und Heimwerkzeug. Große Supermärkte sind offen. Auch Gartencenter generell sowie Möbelhäuser unter 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen öffnen.

Private Treffen
Personen aus mehreren Haushalten dürfen sich seit dem 13. Januar nicht mehr treffen. Ausgenommen sind Paare, die in verschiedenen Wohnungen leben, allein lebende Personen (diese dürfen sich mit Personen aus einem anderen Haushalt treffen, der immer derselbe sein muss), und Minderjährige die bei getrennt lebenden Eltern wohnen. Hinzu kommen nicht im gleichen Haushalt lebende Personen, die Pflege benötigen. Auch am Arbeitsplatz dürfen Menschen nach wie vor zusammenkommen.

Party- und Nachtleben
Diskotheken, Nachtbars und Tanzsäle sind geschlossen. Botellones (nächtliche Trinkgelage vor allem junger Leute) sind verboten, die Polizei kontrolliert verstärkt.

Rauchen
Das seit Ende August geltende generelle Rauchverbot im öffentlichen Raum wurde wieder aufgehoben. Ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern gewährleistet, darf Tabak konsumiert werden, auch in der Gefahrenstufe 4.

Senioren
Neuzugänge in Altersheimen werden auf Corona getestet. Jeder Heimbewohner darf pro Tag für eine Stunde einen Besucher empfangen. Das liegt daran, dass sich in jener Altersgruppe viele Personen angesteckt haben. Seniorenclubs wurden im August geschlossen, sind aber mittlerweile mit Auflagen wieder geöffnet.

Sport
Wettbewerbe in Sportarten wie Fußball, bei denen sich Menschen berühren können, sind ebenfalls seit August untersagt. Das Training ist erlaubt, wenn sich die Spieler nicht berühren. Betroffen sind Hobbysportler. Hallen dürfen nur zu 30 Prozent gefüllt sein.

Gottesdienst
In Kirchen gilt eine Kapazitätsbeschränkung auf 30 Prozent oder 15 Personen.

Bordelle
Ende August mussten sämtliche Bordelle schließen.

Kinos, Theater und Konzertsäle
Es dürfen seit 13. Januar höchstens 30 Prozent der üblichen Besucher hereingelassen werden.

Öffentlicher Nahverkehr
In Bussen oder Bahnen darf nicht getrunken oder gegessen werden, damit die Masken die ganze Zeit getragen werden. Die Passagiere dürfen nicht mehr stehen. Ist ein Bus voll mit sitzenden Gästen, darf er keine weiteren Personen aufnehmen.

Spielsalons
Diese wurden geschlossen.

Fitnessclubs und Spas
Diese sind seit dem 13. Januar geschlossen.

Spielplätze
Die Spielplätze waren seit Schulbeginn Anfang September geschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden. Seit dem 28. November sind sie jedoch wieder geöffnet.

Ländliche Grill- und Waldspielplätze
Sämtliche 47 Anlagen der balearischen Naturschutzbehörde Ibanat sind zugänglich.

Dorf-Fiestas
Diese können der Regionalregierung zufolge bis auf weiteres nicht stattfinden.

Kommentar

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Eva / Vor 28 Tage

Wer das liest, wer den Schmerz und das Würgen der Testung erlebt hat, der bleibt am besten in Deutschland. Tourismus for ever auf Wiedersehen.

Irgendwann wir die Politik zur Rechenschaft geuzogen, und das nicht erst beim Gottesvater, nein, zu Lebzeiten auf der Erde.

Mir tun nur die vielen beruflichen Existenzen von Herzen leid, die durch diesen Wahnsinn zerstört werden

leobarbelli / Vor 28 Tage

SPORT "Hallen dürfen nur zu 30 Prozent gefüllt sein." FITNESSCLUBS UND SPAS "Diese sind seit dem 13. Januar geschlossen." Es drängt sich der Verdacht auf, dass nicht alle gleich behandelt werden. Sport in der Gruppe (Kurs) muss in dieser Zeit nicht sein. Aber der Besuch eines Fitnessclubs, der nur zu 30% ausgelastet, wo an den Geräten mit Abstand trainiert und ein Hygienekonzept eingehalten wird, ist garantiert nicht ansteckender als das Basketballtraining mit Kontaktverbot. Den Unternehmen wird einfach der Laden ohne finanzielle Hilfe geschlossen.

Michel / Vor 28 Tage

Traurig für Leute, die aus bestimmten Gründen reisen müssen, ich ärgere mich nur, dass es für mich momentan keinen Sinn macht. Von mir aus können die ihre Regeln stündlich ändern, das geht mir meilenweit am A vorbei. Arbeitslosigkeit, Pleiten und Suizid sind die Folgen, wer sich nicht wehrt und Politikern nur ein Wort glaubt, hat schon verloren 🤷🏼‍♂️

Albert Einstein Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.