Auch auf Mallorca ist es wichtig, Versicherungen zu haben. | Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Kaum zu glauben, aber wahr. Selbst auf einer Trauminsel wie Mallorca ist man vor unvorhersehbaren Alltagskatastrophen nicht gefeit. Das kann ein abgebrochener Schneidezahn sein, ein Auffahrunfall auf der Autobahn oder die Überschwemmung im Haus nach einem Sturzregen. „Die Nachfrage unserer Kunden konzentriert sich vor allem auf drei Bereiche”, sagt Denise Latocha, Geschäftsführerin des seit 1997 auf Mallorca tätigen Versicherungsmaklerunternehmens Iberia Versicherungen mit drei Niederlassungen inselweit und dessen Portfolio, das Angebote von weit mehr als einem Dutzend verschiedenen, in Spanien operierenden Versicherungsunternehmen umfasst.

„Private Zusatzkrankenversicherung, Kfz-Versicherung sowie Gebäude- und Hausratversicherungen werden von unseren Kunden am häufigsten angefragt”, erklärt Latocha. Doch was gibt es dabei zu beachten? „Grundsätzlich sollte man zuerst einmal checken, welche Versicherungen überhaupt notwendig ist oder, ob die bereits abgeschlossenen Policen alle erforderlichen Bedürfnisse erfüllen, beziehungsweise mögliche Schäden decken”. Latocha nennt dieses Vorgehen "einen Versicherungs- Tüv machen", den ihr Unternehmen kostenlos für jedermann anbietet. „Mit ihm lässt sich im übrigen sehr viel Geld sparen, da wir die Angebote von verschiedenen Versicherungsgesellschaften vergleichen und somit stets den günstigsten Anbieter finden”, so Latocha.

Private Zusatzkrankenversicherung sind auf Mallorca keineswegs ein Luxus. Sie ermöglichen im Krankheitsfall vor allem eine schnelle Behandlung ohne monatelange Wartezeiten für spezielle Diagnosen, Therapien oder gar chirurgische Eingriffe, wie in öffentlichen Gesundheitszentren und Krankenhäusern auf der Insel leider noch häufig der Fall.” Wer von einer Krankenversicherung zu einer anderen wechselt, muss bei ihr übrigens keine Karenzzeit in Kauf nehmen. Und: Bis 31. Dezember bietet Iberia Versicherungen einen 30-prozentigen Einstiegsrabattfür neue Versicherungsnehmer.

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Spanische Gebäudeversicherungen umfassen in der Regel sehr viel mehr Schadensfälle als vergleichbare Policen in Deutschland. Neben den üblichen Gefahren wie Feuer, Explosion, Blitzschlag, Rohr- oder Glasbruch sind auch sogenannte Elementarschäden wie Hochwasser oder Flutwellen mitversichert. Mit einer Hausratsversicherung werden alle „beweglichen” Sachen versichert, wie Möbel, technische Geräte, Kunstobjekte oder Kleidung. „Auch hier gilt es bei der Wahl der Versicherung auf das Kleingedruckte zu achten, denn oft schätzen Versicherungsnehmer den Hausrat geringer ein. Die Gefahr einer Unterversicherung ist groß”, warnt Denise Latocha.

Auch bei den Kfz-Versicherungen ist das Angebot groß und unübersichtlich”, sagt Latocha. Insbesondere im Hinblick auf die Übernahme des Schadensfreiheitsrabattes beim Wechsel von einer deutschen zu einer spanischen Kfz-Versicherung, etwas, was ihr Unternehmen ebenfalls auf der Insel anbietet.

Die Bank als Versicherungsagentur? Vorsicht!

Ähnlich wie in Deutschlandund anderen Ländern Europas versuchen auch Banken und Finanzinstitute in Spanien mittlerweile mit dem Verkauf von „Zusatz-Produkten” ihre Umsätze zu steigern. Dazu gehören neben Leasingverträgen für Pkw oder Ratenkäufen von Fernseher, Waschmaschinen oder Smartphone auch Lebens-, Kfz-, Kranken- oder Rentenversicherungen. In der Regel werden diese Versicherungen dem Kunden als eine Art verpflichtende „Gegenleistung” für die Bewilligung von Krediten und Hypotheken zu günstigeren Zinssätzen aufs Auge gedrückt. Motto: Wer den von seiner Bank vorgeschlagenen Versicherungsplan nicht akzeptiert, muss für seinen Kredit einen höheren Abtrag bezahlen. Diese Praxis verstößt in der Mehrheit der Fälle gegen europäisches Verbraucherrecht, wird in der Regel aber vom Bankkunden zähneknirschend akzeptiert, weil er keine andere Wahl hat. Was viele nicht wissen: Solche „Knebelverträge” mit überteuerten Beiträgen haben generell nur eine Laufzeit von einem Jahr. „Danach können sie problemlos gekündigt werden, um zu einem anderen Versicherungsanbieter zu wechseln”, sagt Denise Latocha. Die Bank kann dagegen keinen Einspruch erheben.