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Die Menschen auf Mallorca haben den Ruf, nicht besonders demonstrierfreudig zu sein. Dennoch hat es in der jüngeren Geschichte der Insel auch Massenproteste gegeben - die obendrein auch noch Erfolg hatten.

So etwa im Herbst 1989, genau vor 25 Jahren, als in Palma Tag für Tag Tausende gegen die Bebauung der Cala Mondragó (Santanyí) demonstrierten, die die dortige Gemeindeverwaltung am 10. November bekanntgegeben hatte. In der Bucht sollte eine Urbanisation entstehen, wie es sie in den meisten Calas der Ostküste heute gibt.

Angesichts der massiven Proteste schaltete sich jedoch die Balearen-Regierung ein. Am 15. November gab sie bekannt, die Bucht kaufen zu wollen und so die Bebauung zu verhindern. Der damalige Preis betrug 1,9 Milliarden Peseten. Später wurde die Cala Mondragó zum Naturpark erklärt, heute ist sie eine der gefragtesten Badestellen der Insel.

Dies ist nicht der einzige Fall, in dem Massenproteste die Bebauung eines bis dato unberührten Inselfleckens verhindert haben: Auch auf der Insel Dragonera vor der Küste von Andratx sollten einst Immobilien entstehen. Massive Proteste verhinderten das, der Inselrat kaufte die Insel 1987. Heute ist Dragonera ein Naturpark.