Der "schnellste Gourmetclub" Deutschlands

| Portocolom, Mallorca |
Der Porsche 911 von Elke und Frank Hönsch auf Mallorca. Inzwischen hat das Paar den Wagen wieder zurück nach Deutschland gebrach

Der Porsche 911 von Elke und Frank Hönsch auf Mallorca. Inzwischen hat das Paar den Wagen wieder zurück nach Deutschland gebracht.

Der Porsche 911 von Elke und Frank Hönsch auf Mallorca. Inzwischen hat das Paar den Wagen wieder zurück nach Deutschland gebrachElke und Frank Hönsch haben seit sechs Jahren einen Zweitwohnsitz in der Nähe von Portocolom.Angekommen! Elke Hönsch mit dem roten 911er auf der Finca.

Bis auf ein paar Details steht die Planung: Anfang Oktober werden 18 Porsches über Mallorcas Straßen rollen, allesamt 911er. Es handelt sich nicht um die Vorstellung neuer Modelle, sondern um einen Ausflug von Fans der Nobel-Autos aus Stuttgart-Zuffenhausen. Die "Mehrtagesausfahrt" des Porsche-Clubs Köln führt in diesem Jahr nach Mallorca. "Eine Premiere, da vor uns noch nie ein deutscher Porsche-Club eine Tour nach Mallorca unternommen hat", so Elke Hönsch, die die Reise zusammen mit ihrem Mann Frank organisiert, gegenüber dem Mallorca Magazin.

Die überwiegende Mehrheit der nach derzeitigem Stand 33 PS-Urlauber beschränkt sich auf das Erlebnis, das Malloras Straßen bieten und verzichtet auf die zeitaufwendige Anreise auf den eigenen vier Rädern. Die Fahrzeuge werden per Autotransporter nach Mallorca gebracht. Die Teilnehmer fliegen, sie treffen am Donnerstag, 1. Oktober, auf dem Airport von Palma ein. Am Mittwoch, 7. Oktober, treten die meisten wieder die Rückreise nach Deutschland an. Dass man nicht selbst im Auto anreist, spare nicht nur Zeit, sondern insgesamt auch Kosten, verrät Elke Hönsch. Das Ehepaar Hönsch, das seit 2007 im Porsche-Club Köln mitmischt, ist verantwortlich dafür, dass Mallorca das diesjährige Ziel der "Mehrtagesausfahrt" ist. Denn der selbstständige Unternehmer Frank (49) und seine 43 Jahre alte Frau haben seit sechs Jahren einen Zweitwohnsitz in der Nähe von Portocolom und versuchen, alle paar Wochen hier zu sein. Sie kennen die Insel inzwischen gut. "Als wir gefragt wurden, ob wir die Ausfahrt organisieren können, da lag es natürlich nahe, dass wir Mallorca auswählen."

Der Porsche-Club Köln wurde schon am 10. Februar 1953 gegründet. In den 60er bis 80er Jahren geriet das Clubleben ins Stocken, 1993 erfolgte dann die "Wiederauferstehung". Heute hat der Club rund 80 Mitglieder, die über etwa 50 Fahrzeuge verfügen. Grundsätzlich können nur Besitzer eines Porsches Mitglieder wedern. Aber auch deren Ehe-, beziehungsweise Lebenspartner dürfen die Vollmitgliedschaft erwerben.

Ausfahrten führten die Mitglieder in den vergangenen Jahren schon in die verschiedensten Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch an die Côte d'Azur, auf eine Belgien-Tour, zweimal nach Italien und im vergangenen Jahr nach Sylt.

Frank Hönsch ist schon seit Jahrzehnten Porsche-Fan und hat seit Kindesbeinen Benzin im Blut. Er fährt auch Rennen, nahm zum Beispiel schon an der Rally Clásico auf Mallorca teil. In diesem Jahr war er auch eingeschrieben, musste aber wegen einer Verletzung absagen. Früher hatte die Familie auch auf der Insel einen Porsche, zunächst einen Targa, dann ein 911er-Cabriolet. Weil der Wagen aber zu selten genutzt wurde, haben die Hönschs ihn wieder zurück ins heimische Elsdorf in der Nähe von Köln gebracht.

Die Teilnehmer der Reise werden im Landhotel Sa Franquesa Nova an der Landstraße zwischen Petra und Felanitx wohnen. Geplant sind Tages- und Halbtagestouren (Sa Calobra, Kap Formentor, Raum Andratx, die Region zwischen Santanyí und Artà), es soll aber genauso kulinarische Highlights geben. "Wir nennen uns selber auch den schnellsten Gourmetclub Deutschlands - das bringt unsere rheinische Mentalität mit sich", lacht Elke Hönsch. Einkehren will man zum Beispiel im Tristán, im Hotel Formentor, im Es Pati in Sant Llorenç sowie im Colón in Portocolom.

Wie eingangs gesagt, steht die Planung bis auf Details. "Vielleicht gibt es auch noch ein Treffen mit dem Porsche-Club Balear, das ist aber noch nicht sicher."

(aus MM 28/2015)

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