156 Obdachlose leben auf Mallorca

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Ein Großteil der Obdachlosen ist männlich

Ein Großteil der Obdachlosen ist männlich.

Foto: Ultima Hora

Zum ersten Mal beschäftigt sich eine Studie mit Obdachlosigkeit auf Mallorca. Das mallorquinische Institut für Sozialangelegenheiten hat 156 Menschen gezählt, die dauerhaft auf der Straße leben. Der Großteil von ihnen wohnt in Palma (131 Personen), vier im Elendsviertel Son Banya und die anderen im Rest von Mallorca wie Alcúdia und Llucmajor. 

86 Prozent aller Obdachlosen sind Männer. Die Altersspanne liegt zwischen 21 und 81 Jahren. Fast drei Viertel der Personen gab an, aufgrund von Arbeitslosigkeit auf der Straße leben zu müssen. 13 Prozent gaben an, über einen Universitätsabschluss zu verfügen.

Die Studie zeichnet ein Bild der Lebenswirklichkeit der Obdachlosen. So verbringt der Großteil den Tag allein. 40 Prozent sind schon einmal Opfer eines Übergriffes geworden. Während der Arbeit an der Studie fiel auf, dass sich die Obdachlosen in schlechtem körperlichem Zustand befänden. Auch die persönliche Hygiene vernachlässigen viele. 116 Personen hätten eine körperliche Behinderung und 61 ein Alkoholproblem.

Des Weiteren leben 426 Personen in den Obdachlosenunterkünften Mallorcas. Somit steigt die Zahl der Menschen, die kein eigenes Dach über dem Kopf haben auf 582 an. Insgesamt stehen inselweit allerdings 600 Schlafplätze in solchen Unterkünften zur Verfügung.

Eine zweite Zählung soll im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Der Inselrat will die Studie dazu nutzen, besser gegen Armut kämpfen zu können. (cls)

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Megachecker / Vor über 2 Jahren

Erschreckend und zugleich entlarvend, wie ein durch und durch ernstes Thema von manchen Menschen für ihre Egopolitur missbraucht wird.

m.sastre / Vor über 2 Jahren

Carmen, danke für das Angebot. Kochst du gut oder müssen wir Essen gehen?

Martin Müller / Vor über 2 Jahren

Liebe Deutsche auf Mallorca das sind die Auswüchse von der Merkel Politik.

m.sastre / Vor über 2 Jahren

Carmen, was Knusperkeks für die Obdachlosen tut ist erst einmal vollkommen egal, da er keine Sozialeinrichtung betreibt und keinerlei Auftrag hat, irgendwen bei sich aufzunehmen. Aber sicherlich hast du schon einige Bedürftige aufgenommen, versorgst sie mit Nahrung, bringst sie zum Arzt usw. Danke, daß es dich gibt. Das Problem dürfte in Wirklichkeit viel größer sein, da von den kürzlich gemeldeten 10% Residenten, die von weniger als 332Euro monatlich leben müssen, sich sicherlich auch keiner eine ordentliche Unterkunft wird leisten können, zumindest nicht, ohne sich noch etwas zum Essen zu kaufen. Wie viele kommen bei Verwandten, Freunden oder in leerstehenden Häusern unter und gelten deshalb nicht mehr als Obdachlos? Bitte, liebe Carmen, veröffentliche Deine Adresse hier, damit die Bedürftigen dich finden.

Carmen / Vor über 2 Jahren

@Kusperkeks: Was tust DU für die Obdachlosen, Du Dümmerländer!?

Knusperkeks / Vor über 2 Jahren

Wirklich goldig dieser "Inselrat". Hauptsache extra nach Griechenland reisen um sogenannte Flüchtlinge von dort -- unter Aushebelung geltenden EU-Rechts -- in Luxusunterkünfte mit Rundumversorgung an der Playa de Palma in erster Meereslinie zu verbringen.

Wo bleiben die investigativen linken Journalisten, welche die Zustände in den Obdachloseneinrichtungen bzw. die Lebensumstände dieser Menschen auf der Straße, mit denen in der Luxusunterkunft für die extra vom Inselrat herangekarrten "Flüchtlinge" vergleichen?

Das ist die Linke wie sie leibt und lebt. Eigene Leute verrecken im Dreck, aber vorgeben, das Elend der gesamten Welt bekämpfen zu wollen. Und dann noch die EU (also Dümmerland bzw. Bayern, BW und Hessen) um Geld für irgendwelche Projekte anbetteln.