So wird auf Mallorca Silvester gefeiert

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Die größte Silvesterparty der Insel steigt normalerweise auf dem Rathausplatz in Palma, in diesem Jahr findet sie auf dem Borne

Die größte Silvesterparty der Insel steigt normalerweise auf dem Rathausplatz in Palma, in diesem Jahr findet sie auf dem Borne statt.

Foto: Jaume Morey
Die größte Silvesterparty der Insel steigt normalerweise auf dem Rathausplatz in Palma, in diesem Jahr findet sie auf dem Borne Rote Unterwäsche soll in der Silvesternacht Glück für das kommende Jahr bringenMit dem Kauf der Glückstrauben darf man nicht bis zum letzten Moment warten, denn dann ziehen die Preise ordentlich an

Das neue Jahr wird auf Mallorca mit einer ganzen Reihe von Bräuchen begrüßt. MM erklärt, warum Weintrauben und rote Unterwäsche auf keiner Silvesterfeier fehlen dürfen.

Feiern auf dem Borne

Die größte Silvesterfeier steigt in Palma. Normalerweise auf dem Rathausplatz, weil dort die Turmuhr La Figuera den Jahreswechsel einläutet, doch in diesem Jahr wurden die Feierlichkeiten auf den Paseo del Borne verlegt. Denn das Rathaus ist eingerüstet, dort wird das Vordach saniert. Die Party auf dem Borne beginnt um 23 Uhr, kurz vor Mitternacht wird die Rathausuhr dazugeschaltet. Sie kündigt via Leinwandübertragung den Jahreswechsel an. Im Anschluss wird mit Musik von der Band The Claps und DJs bis 3 Uhr weitergefeiert. Die Stadtbusse fahren nachts auf den Linien 3 und 15 verstärkt, zudem sind die Nachtbusse 24 und 31 im Einsatz.

In den Dörfern wird oftmals auf dem Kirchplatz gefeiert, nicht selten gibt die Gemeinde dort Sekt und Weintrauben kostenlos aus. In Palma muss das jeder selbst mitbringen.

"Molts d'anys!"

Um den mallorquinischen Nachbarn und Mitfeiernden ein frohes neues Jahr zu wünschen, sagt man: "Molts d'anys" (Viele Jahre). Der Glückwunsch wird universell verwendet, so heißt es nicht nur zum Jahreswechsel, sondern auch zum Geburtstag und Weihnachten: "Molts d'anys!" (sprich: "Molts dains").

Feuerwerk

Wer sich auf ein langes Feuerwerk freut, wird bei den Silvesterfeierlichkeiten auf Mallorca enttäuscht werden. Wer allerdings Angst vor Böllern und Kracher hat, kann auf der Insel entspannter feiern. Denn Feuerwerk und Böllerei sind auf dem Eiland zum Jahreswechsel bei Weitem nicht so üblich wie in der Heimat. Raketen, Leuchtbatterien und Knallfrösche werden das ganze Jahr über ausschließlich in speziellen Geschäften wie Eurocarnaveles verkauft. Privates Feuerwerk muss auf Mallorca eigentlich angemeldet werden, doch in der letzten Nacht des Jahres drückt die Polizei ein Auge zu.

Glückstrauben

Damit nach spanischer Tradition das neue Jahr gut startet, sind Weintrauben unerlässlich. Bei jedem Glockenschlag um Mitternacht wird eine Traube gegessen und man darf sich etwas wünschen: zwölf Schläge, zwölf Trauben, zwölf Wünsche fürs neue Jahr. Den Takt dafür gibt im Fernsehen die Liveübertragung der Uhr von der Puerta de Sol in Madrid vor. Mallorquiner raten: "Die besten Wünsche sollte man sich nicht für die letzten Trauben aufheben, denn zum Schluss ist man nur noch mit Schlucken beschäftigt." Die Trauben dürfen nicht im Mund gehamstert werden, sondern müssen nacheinander in den Magen wandern. Deshalb sollten die "uvas de la suerte" so klein wie möglich sein. Auf der Silvesterparty präsentiert der Gastgeber sie ansprechend schon im Dutzend abgezählt, entweder auf einem kleinen Teller oder in einem Stoffsäckchen.

Die Früchte kommen zu dieser Jahreszeit aus dem Kühlhaus. Es gibt allerdings auch Dosenware, die gern gekauft wird. Ähnlich wie Mandarinen warten die zwölf Trauben dann chemisch geschält und entkernt auf ihren Einsatz in der Silvesternacht. Die Tradition der Trauben sollen 1909 geschäftstüchtige Bauern aus Alicante und Murcia etabliert haben.

Rotes muss darunter

Wer in der Silvesternacht rote Unterwäsche trägt, dem soll das Glück im neuen Jahr hold sein. Dabei ist es egal, ob man sexy Dessous oder Baumwollschlüpfer wählt. Hauptsache, die Unterwäsche war ein Geschenk, denn sonst ist Fortuna dem Träger nicht hold. Die Tradition der roten Wäsche stammt eigentlich aus Italien und schwappte in den 1980er Jahren nach Spanien über.

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