Klägerin gewinnt Kopftuchstreit gegen Acciona

| | Flughafen Palma de Mallorca |
Ana S. darf in Zukunft während der Arbeit ein Kopftuch tragen.

Ana S. darf in Zukunft während der Arbeit ein Kopftuch tragen.

Eine muslimische Mitarbeiterin eines Handling-Unternehmens darf bei ihrer Arbeit am Flughafen Palma de Mallorca Kopftuch tragen. Ein Gericht gab Ana S. am Montag in einem Urteil Recht und verweist auf die Religionsfreiheit. Ihr Arbeitgeber Acciona hatte ihr verboten, mit dem Kopftuch zur Arbeit zu kommen. S. kann nun gegen Acciona Ansprüche auf entgangenes Gehalt sowie Schadensersatz geltend machen. Allerdings kann das Urteil noch angefochten werden.

S. ist die Tochter einer Spanierin und eines Marokkaners. Als sie begann, auch während der Arbeit ein Kopftuch zu tragen, wurde sie von Acciona mehrfach abgemahnt und schließlich vom Dienst suspendiert. Dabei hatte das Unternehmen mehrfach darauf verwiesen, dass das Kopftuchverbot keine religiösen Gründe habe. Vielmehr sei es am Arbeitsplatz Flughafen schlicht unpassend und stelle keine professionelle Arbeitskleidung dar.

In einem Präzedenzfall im Jahr 2001 auf Mallorca hatte bereits ein jüdischer Busfahrer Recht bekommen. Dem Mann musste erlaubt werden, bei der Arbeit eine Kippa als Kopfbedeckung zu tragen. Einer islamischen Anwältin wurde es hingegen nicht gestattet, vor Gericht mit Kopftuch aufzutreten. (cze)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Redaktion Mallorca Magazin / Vor über 2 Jahren

MM hat hier einige Kommentare gesperrt. MM löscht Beiträge, die Volksverhetzung oder beleidigende Inhalte enthalten. Gelöscht werden zudem Beitrage, wenn Kommentatoren sich in gegenseitigen wüsten Beschimpfungen ergehen. Ferner werden Kommentare gelöscht, wenn ein  sachlicher Bezug zur ursprünglichen Meldung nicht mehr gegeben ist.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Man muss mal klar feststellen, für die meisten Männer sind schöne Haare der Frauen auch ein Sexattribut. Um dieses vor anderen Männern zu verbergen und sie vor angeblichen Interessensbekundungen Fremder zu schützen, müssen Frauen in islamischen Ländern ein Kopftuch tragen. Gleiche Verhüllunggebote sollen auch andere frauliche Attribute vor fremden Blicken verbergen. NUR DAS ist der wahre Grund und mit Religion hat das absolut nichts zu tun. Aber alles mit Sexismus. Dieser offenkundige männliche "Eigentumsanspruch" hat in einer modernen und zivilisierten freien Welt, keine Existenzberechtigung mehr.

Carla / Vor über 2 Jahren

das wußte ich nicht, d. man auch hier nichts gegen Kopftücher sagen darf, das ist traurig! Ich versuche es gelegentlich mal mit Ausländer-Christen, die sich nicht anpassen... mal schaun, was da passiert

Claus D / Vor über 2 Jahren

hier hercht Zensur ! Ich sehe meinen Text nicht mehr !

Rainer / Vor über 2 Jahren

@Carla Sieh Dir das mal an, dann weißt Du, was ich über Dich denke: http://image.stern.de/6379628/16x9-940-529/a971fc642dd3610420bb2a5ca303e23c/Cd/675633591.jpg

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Die Frau hatte ihren Arbeitsvertrag und hat sich daran zu halten. Ist überall so, nur bei diesem Richter nicht. Eine diesbezügliche Ändeurng des spanischen Arbeitsrechtes ist bisher auch nicht vollzogen. Der Arbeitgeber könnte also in Revision gehen, um einen Präzedenzfall mit weitreichender Wirkung zu verhindern. Anderenfalls droht eine Flut von Prozessen in ganz Spanien. Und wohin soll das führen?

Klarsicht / Vor über 2 Jahren

Wenn die Kleiderordnung eine Uniformiertheit der Angestellten vorschreibt und sie dies bei Einstellung im Arbeitsvertrag unterschrieben hat, dann ist es doch sehr merkwürdig warum sie erst lange Zeit später nach dem Arbeitsantritt mit Kopftuch daher kommt? Für mich ist klar, da steckt der Ehemann dahinter der sein Eigentum vor Blicken anderer Männer verbergen will. Der schließt wohl von sich auf andere. Für mich das Sexistisch. Der Richter müsste auch wissen, daß im Koran keine Vorschrift existiert, die in der Öffentlichkeit das Kopftuch oder Burka etc. vorschreibt.

Prömmel / Vor über 2 Jahren

@Lothar ! Was geht mit Dir? Ich bin begeistert! Du bist ja doch noch in der Realität. Oder ist das der falsche Lothar? Aber das Kopftuch hat schon mit dem Islam zu tun auch wenn´s nicht im Koran verankert ist, Hase. Genauso hat der Terrorismus mit dem Islam zu tun. Fast jeder Terrorist ist schließlich Moslem.

Bitte die linksextremen Posts von Maria löschen! Widerlich!

@Claus D Richtig!

Lothar / Vor über 2 Jahren

Das Kopftuch hat mit dem Islam O zu tun.., das Kopftuch wird meist vom Ehemann gefordert oder von denen freiwillig getragen, die überhaupt keinen Integrationswillen haben! Für mich ein NO GO

@ Maria wie abgelutscht Ihr post doch ist. Sagt einer was gegen Leute, die sich den Gepflogenheiten des Gastgeberlandes nicht anpassen wollen, ist er gleich Rassist. Ändert aber nichts an der Tatsache, d. nicht WIR uns im eigenen Land anpassen müssen. Ich verstehe die Gerichtsentscheidung nicht