Balearen weisen höchste Schulabbrecherquote auf

| | Mallorca |
Die Anzahl der Schulabbrecherinnen auf Mallorca ist nur halb so groß wie die männlicher Abbrecher.

Die Anzahl der Schulabbrecherinnen auf Mallorca ist nur halb so groß wie die männlicher Abbrecher.

Nirgendwo in Spanien brechen so viele junge Leute ihre Schullaufbahn ab wie auf Mallorca und den Schwesterinseln. Laut einer Datenanalyse des Bildungsministeriums ist die Anzahl der männlichen Abbrecher doppelt so hoch wie die der Abbrecherinnen.

Gezählt wurden die Fälle der 18- bis 24-Jährigen, die nicht in Besitz der Educacion Secundaria Obligatoria (Mittlere Reife) sind und auch keiner anderen schulischen Ausbildung nachgehen. Dies trifft auf knapp 35 Prozent der Jungen und 18 Prozent der Mädchen zu. Zusammen sind es also im Durchschnitt 26 Prozent - mehr als in allen anderen Regionen des Landes.

Auffällig: Betrachtet man nur die Anzahl der Mädchen, so liegt der Anteil deutlich unter dem landesweiten Schnitt. Die Kluft in der Abbrecherquote zwischen männlich und weiblich ist demnach nirgends höher als auf Spaniens Mittelmeerinseln.

Oft wird der Trend der Schulabbrecher mit dem Tourismus in Verbindung gebracht. Hier winkt das vermeintlich "große" Geld auch für ungelernte junge Leute. Dass sie ohne Abschlüsse und Ausbildung jedoch auf Dauer nicht weiter kommen, wird vielen erst viel später bewusst. (somo)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Alice in Wonderland / Vor über 3 Jahren

An alle die hier ihre Kommentare abgeben. Haben oder hatten sie Kinder in öffentlichen Schulen hier auf der Insel? Leider wird man hier sehr allein gelassen. Die Kinder bringen nicht einen Test nachhause. Man muß sich darauf verlassen, das der Lehrer das Kind wirklich richtig benotet. Will man als Eltern einen Test sehen, muß man einen Termin mit dem jeweiligen Lehrer beantragen. Man darf sich keine Kopie vom Test machen. Wie soll man dann seinen Kindern helfen? Angebote zur Hilfe / Nachhilfe gibt es auch nicht kostenlos, alles muß man zahlen. Also das kann sich nicht jeder leisten. Alle Fächer sind in Katalan, also hat man zum Beispiel Geschichte und man beantwortet alles richtig, reicht das noch nicht, da die Rechtschreibfehler in Katalan von der Note abgezogen werden. usw, usw, Dann gibt es die tollen Lehrer, die auch nicht so richtig Lust haben, dann müssen die Kinder allein ein Thema lesen und der Lehrer vergnügt sich mit seinem Laptop. Und dann ist es am besten sie beschweren sich nicht, da ihr Kind sonst sowieso verschissen hat. So sieht es aus. 4 Jährige Kinder mit englischen Background werden vom Lehrer gefragt, ob er alles richtig ausspricht, aber wenn sie älter sind, bloß nicht dem Lehrer sagen das er einen Fehler gemacht hat. Wollen sie noch mehr hören?

Lothar / Vor über 3 Jahren

Hajo langsam entwickeln Sie sich zum wirklich bösen Finger. Sie drehen die Dinge rum, gerade, wie es Ihnen paßt. Hier lesen Sie mal Ihr Geschreibsel: ""

Diese Statistik sagt doch sicher etwas darüber aus, aus welchem sozialen Umfeld diese Schüler kommen. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und nun hören Sie mir deutlich zu; SIE diskriminieren hier das soziale Umfeld, das überwiegend aus Dienstleistern der Touristikbranche besteht. Aber was Sie nicht lesen wollen (meine Antwort an Sie) lesen Sie nicht, oder Sie wollen hier alles schlecht reden, Hajo, einfach zum Kotzen!,

Hajo Hajo / Vor über 3 Jahren

Lothar@ was soll dieses Gezeter? Lesen Sie einfach was da steht und beteiligen sich sachlich an einer Diskussion über "dargestellte" Fakten die eindeutig belegen, das der soziale Hintergrund in der Mehrheit aller Fälle verantwortlich ist, was Sie abstreiten und der OECD auch noch widersprechen wollen. Des Weiteren zeigte ich die Alternativen auf, die dazu beitragen diese Probleme zu lösen. a propos Belehrung, lesen Sie mal Ihren eigenen Beitrag, vor allem in dem Sie über die Kellner und andere herfallen und sie auch noch diskreditieren.

Lothar / Vor über 3 Jahren

@ Hajo Hajo, warum machen Sie aus allem eine Doktorarbeit immer mit diesem belehrenden Unterton.. Wir sind hier nicht in D und Gomila und S.Banya hat nichts mit dem schulischen Angebot zu tun und da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt so viele Dummschulen hier, keine Sprachangebote, keine Angebote, um Kindern das Lernen so zu vermitteln, d. es Spaßmacht etc. etc. Die meisten Familien, deren Kinder vorzeitig abgehen, sind nicht asozial, Sie haben wirklich von dieser Insel eine Meinung und ich frage mich, wie schon so manch anderer hier: Was wollen Sie auf dieser Insel? Alles schlecht machen ist einfach nur arm und läßt mich an hängende Mundwinkel denken, das tu ich, sobald ich Ihren Namen lese

Mike / Vor über 3 Jahren

Moin Hajo. Na, vielleicht sollte ich es als Kompliment ansehen. Hier haben ja einige ihren Fanclub^^

@chd: Das sozial Umfeld und insbesondere das Elternhaus spielt schon eine entscheidende Rolle. In folgender Dokumentation wird das Ganze mal anschaulich dargestellt, auch auf die angesprochene OECD Studie wird Bezug genommen. Deutschland schneidet auch nicht besonders gut ab:

http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/05314.pdf

Hajo Hajo / Vor über 3 Jahren

Lothar@ in DE sind hohe Prozentzahlen am sozialen Hintergrund gescheitert. Es geht dabei um Familien, die ihre Kinder nicht schulisch unterstüzen können, weil sie selbst keine oder nur unzureichende Schulbildung mitbrigen. Also auch Migranten. Was ein Problem insbesondere in den bekannten Trabantenstädten ist. Dazu kommen noch Gewaltexzesse, Ghettokriege, Drogen etc.etc. Als Schüler sich daraus zu lösen und einen qualifizierten Bildungsweg bis eventuell hin zur akademischen Reife zu erreichen, bleibt nur einigen wenigen vorbehalten. Das Gross bleibt später ohne Job und landet in der Sozialhilfe. Sh. z.B. die Ausführung von Buschkowsky, Neuköln. Deshalb wäre es interessant zu erfahren, welche ähnlichen Hintergründe auf Mallorca herrschen. Son Banya oder Gomila dürften Paradebeispiele sein. ev. auch S'Arenal. Die Regierung muss dann dort ansetzen, um den Teufelskreis zu durchbrechen.

Hajo Hajo / Vor über 3 Jahren

Das Probleme aus dem sozialen Umfeld auch in DE das durchschnittliche Niveau in vielen Schulklassen senken, ist nicht erst seit Untersuchungen der OECD bekannt. Warum sollte das in Spanien anders sein? In DE geht man deshalb dazu über lernschwache Schüler in Förderklassen zu unterrichten, sowie in Nachhilfestunden spezielle Lerninhalte zu vertiefen, um ermittelte Schwächen auszugleichen und ihnen somit zu einem qualifizierten Abschluss zu verhelfen. Auch führten Presseberichte dazu, die ausführten, dass die Zahl von Schulabgängern stark zunimmt, die weder richtig Lesen oder Schreiben können.

Lothar / Vor über 3 Jahren

Hajo H., tz , die sozialen Umfelder der Insel bestehen aus Kellnern, Zimmermädchen, Taxistas, Busfahrern, Flughafenmitarbeiter, Geschäftsleuten, Verkäufer-/innen, Banker, etc. was ist an diesem Umfeld zu kritisieren? Welches Umfeld läßt die Kinder nicht vorzeitig abbrechen?? Da sollte man endlich mal an anderer Stelle anfangen, Dinge grundsätzlich zu verändern!

chd / Vor über 3 Jahren

Soziales Umfeld, hin und her. Was hat das damit zu tun? Ich frage mich, -warum tun die jungen Leute das? Sicher ist da was Wahres dran, dass es verlockend ist, mal schnell ´nen Job in der Hotelbranche als Kellner oder Zimmermädchen zu ergattern. Ob das aber das Gelbe vom Ei ist, mag ich beweifeln. Vielleicht hilft es, wenn man man mal darauf hinarbeitet, die Jugendlichen aufzuklären, warum sie überhaupt in der Schule sitzen. Dass es wichtig ist, einen Abschluss zu machen, sicher wichtig ist, wenigsten zwei FREMD-Sprachen mal im Grundsatz zu lernen, Ausbildungsplätze in der Hotelbrache anbietet, etc. etc. Dass Jugendliche oft "kein Bock" auf Schule haben ist klar, aber dass es so auffallend viele "NullBocker" gibt, wie auf den Balearen, sollte man schon mal hinterfragen.

Mike / Vor über 3 Jahren

@Hajo Haje - Soziales Umfeld nennen, damit Du besser drüber herziehen kannst? Tststs...