Die "Fira de la cerveza" im Bierkönig beginnt

| Palma, Mallorca |
Sebastián Morey schwört besonders auf sein Satan-Klaus-Bier.

Sebastián Morey schwört besonders auf sein Satan-Klaus-Bier.

Foto: it

Wenn Sebastián Morey von schräg oben auf sein Satan-Klaus-Bier blickt, verziehen sich seine Gesichtszüge zu einem fast sardonischen Grinsen. In Puigpunyent auf Mallorca, wo er wohnt und 13.000 Liter Bier pro Jahr braut, sei man halt teufelstechnisch seit jeher umtriebig, so der Privatmann. „Wir stellen zu Ehren des Tierheiligen Sant Antoni auch ein anderes Bier mit ‚Dimoni’-Motiv her.”

Zusammen mit weiteren Mini-Brauern nimmt Sebastián Morey an einer Schau im dieser Tage stillen Halligalli-Tempel Bierkönig am Ballermann teil, die von Freitag, 15. März, 12 Uhr, bis Sonntag, 17. März, 23.30 Uhr, dauert. Die „Fira de la cerveza” findet schon zum zweiten Mal statt und soll den Besuchern, abgerundet von Auftritten der Musikgruppen Red Suns, Old Noise und Six or Nine, die Faszination der Insel-Biere näherbringen. Jeder Brauer hat einen eigenen Holzstand, auch der Hausherr Bierkönig hat sich ausbedungen, ein paar Sorten mit dem ins Auge stechenden Kronenkopf anzubieten.

Das Satan-Klaus-Bier schmeckt alles andere als feurig oder stark, sondern, anders als die bärtige Fratze auf dem Flaschenetikett befürchten lässt, lieblich, ja fast süßlich. „Das liegt am beigemischten Zimt und Kürbis”, so der rührige Brauer, der auch Biere mit herberen Geschmäckern fabriziert. Er steht unter einem Plakat vom Party-Sommer, das einen Auftritt des Gassenhauer-Sängers Tim Toupet ankündigt. Daneben hängt ein anderes, das die hier ebenfalls in der Hochsaison wirkende Nacktsängerin Mia Julia würdigt.

Auch der Hamburger Ralf Breede ist bei dem kuriosen Bier-Event dabei. Der Brauer, der sein Handwerk bei der inzwischen hingeschiedenen Elbschloss-Brauerei gelernt hatte, wohnt seit 20 Jahren auf Mallorca und arbeitet im Dörfchen Maria de la Salut. Sein seit drei Jahren mit 200 Hektolitern Jahresausstoß gebrautes Bier heißt wie er selbst, „Ralf”-Bier. „Das haben die Bewohner so getauft”, sagt Breede, der zur Präsentation betont rotzig in einem St-Pauli-Sweatshirt erschienen ist.

Den ohnehin schon auffälligen Schrägheitsgrad des Events vervollkommnen die Leute von der „Forastera”-Mini-Brauerei in Alaró. Mit Werbung im abgefahrenen Comic-Stil wollen sie die Besucher aufheitern. Seit 2013 stellen sie in dem kleinen Ort Biere im englischen Stil her, die mal sanft und mal fruchtig schmecken.

Die Öffnungszeiten finden Sie hier.

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Bluelion / Vor 7 Monaten

Was bitte ist an einem St. Pauli Sweatshirt "rotzig"? Entweder ist der Autor des Artikels nicht der Bedeutung von Wörtern der Deutschen Sprache mächtig, oder ich bin es nicht...

Heinz / Vor 7 Monaten

Naja, das hat wohl alles nix mehr mit Bier zu tun. Wers mag, bitte. Man kanns mal probieren, das wars dann. Prost