TV-Tipp: Ein unvergesslicher Film für Mallorcas Reiterszene

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Beim Dreh in der Halle der Trabrennbahn Son Pardo war 2011 bis ins Detail alles retro.

Beim Dreh in der Halle der Trabrennbahn Son Pardo war 2011 bis ins Detail alles retro.

Foto: Patricia Lozano
Beim Dreh in der Halle der Trabrennbahn Son Pardo war 2011 bis ins Detail alles retro.Das Bild zeigt Pierre Durand (Guillaume Canet) mit Jappeloup bei der Arbeit.

Der MDR zeigt am Sonntag, 16. August, um 10.15 Uhr den französischen Film „Jappeloup – Eine Legende”, der 2013 in Frankreich im Kino lief und ein Jahr später auch in deutschen Lichtspielhäusern zu sehen war.

Zwar spielt die Handlung nicht auf Mallorca, aber der Streifen, eine Hommage an ein berümtes Pferd, wurde zu einem großen Teil 2011 auf der Insel gedreht.

Pierre Durand (Guillaume Canet) gibt seine Karriere als Anwalt auf, um sich ganz dem Springreiten widmen zu können. Sein Pferd Jappeloup gilt als zu klein und unberechenbar, hat aber herausragendes Sprungtalent. Bald stellen sich Erfolge ein, doch er muss auch Rückschläge einstecken. Um Jappeloups Vertrauen zu gewinnen, muss Durand hart an sich arbeiten. Neben Canet, der auch das Drehbuch verfasste, standen auf Mallorca unter anderem Marina Hands und Daniel Auteuil vor der Kamera.

Eine der Locations war neben Palmas Stierkampfarena die Trabrennbahn Son Pardo, die seinerzeit aufwendig umgestaltet wurde. Es begann allerdings mit Pech: Als die Dreharbeiten auf der Rennbahn starten sollten, hätte man dort eher an einem Streifen über den Weltuntergang arbeiten können. Regen satt. „Ich hatte schon etwas Angst wegen des Wetters”, so Produzent Pascal Judelewicz damals gegenüber MM. Man stellte den Drehplan um, zog Szenen vor, die in einem Apartment in Alcúdia spielten und startete danach in Son Pardo.

Vor dem Eingang wehte die amerikanische Flagge zwischen zwei Olympia-Fahnen im Wind. In der Mitte der Arena befand sich ein Springreitkurs. Man hatte die Szenerie von Olympia 1984 in Los Angeles nachgebildet, wo Jappeloup de Luze keine Erfolge verbuchen konnte, dafür aber stürzte. Erst 1988 in Seoul wurden das Pferd und sein Reiter Olympiasieger – nach einer langen Geschichte der Aufs und Abs, die der Film erzählt.

Auch die Halle der Trabrennbahn war in den Drehtagen kaum wiederzuerkennen. Sie wurde 
zum Eingangsbereich des Olympischen Dorfes von Los Angeles. Relativ authentisch bis ins kleinste Detail, alles ziemlich retro.

Guillaume Canet ist für den Film selbst geritten, nur im wichtigsten Moment wird er gedoubelt: beim Sturz, der 1984 während der Olympischen Spiele für Schlagzeilen in der Reiterszene sorgte. Canet musste sich übrigens immer wieder auf ein anderes Pferd einstellen. Denn insgesamt acht Tiere spielen Jappeloup ...

Zum Einsatz kamen auch mehr als 40 Pferde, die auf Mallorca zu Hause waren und Hunderte Komparsen.

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