Der Andalusier Miguel Roman lädt die Korkrinde zum Abtransport auf einen Esel. | HR

Es ist fünf Uhr morgens in dem kleinen Dorf Los Barrios in Andalusien. Die meisten Bewohner schlafen noch, nur Korkbauern wie Miguel Roman sind zu dieser frühen Stunde bereits unterwegs. Ihr Ziel sind die Korkwälder von Los Alcornocales. In dem Naturpark gibt es so viele urwüchsige Korkeichen wie nirgendwo sonst im Mittelmeerraum. Jetzt im Sommer lässt sich ihre Rinde abschälen. Wegen der extremen Hitze können die Männer nur bis zum Mittag arbeiten.

Mit dem ersten Tageslicht beginnen die Korkschäler, die Corcheros, den Kork von den Bäumen zu schälen. Miguel ist Arriero, ein Maultiertreiber, der mit seinen Tieren den geschälten Kork aus dem unwegsamen Gelände abtransportiert.

Der Beruf des Korkbauern ist in Andalusien traditionell geprägt, alles was Miguel über die 
Korkernte weiß, hat er von seinem Vater gelernt. Heute ist sein eigener Sohn Juanmi dabei. Er erfährt, wie die Maultiere sicher geführt werden und dass die Korkeichen von nur alle neun bis zehn Jahre geschält werden dürfen, erst dann hat die Rinde wieder die nötige Stärke erreicht.

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Wer die Dokumentation „Frühmorgens in den Korkwäldern von Los Alcornocales” muss nicht früh aufstehen, denn der HR strahlt sie am Samstag, 5. Dezember, ab 14 Uhr aus.