Der hippe Turm mit den Holzlamellen von Palma de Mallorca

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An Holz wird an und in dem Haus alles andere als gespart.

An Holz wird an und in dem Haus alles andere als gespart.

Foto: Ultima Hora

Wer in Palma am Präsidium der Nationalpolizei vorbei Richtung Passeig de Mallorca schlendert, dem sticht linker Hand schon seit mehreren Monaten eine markante Baustelle ins Auge. Hier entsteht nicht irgendein Null-achtfünfzehn-Gebäude, sondern etwas über alle Maßen Ungewöhnliches: Die Architekten Paloma Hernaiz und Jaume Oliver ziehen im Auftrag der Immobilienagentur Ramis Promociones ein siebenstöckiges turmartiges Passivhaus hoch.

Dabei handelt es sich um eine Immobilie, in der erheblich weniger Energie verbraucht wird als in herkömmlichen Häusern mit ihren meist undichten Fenstern und Türen. Durch ausgeklügelte Dämmung und eine Lüftungsanlage, die mit einer hocheffizienten Rückgewinnung die Wärme der Abluft wieder verfügbar macht, werden die Kosten für Klimatisierung und Heizungsstrom um etwa 90 Prozent reduziert.

Dazu sollen auch zahllose Holzlamellen an den Fassaden beitragen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Blicke auf sich ziehen werden. Mit den Planken sollen zudem – ein schicker Zusatzeffekt – in den Räumen zum Gaudium der Bewohner zauberhafte Lichtspiele kreiert werden.

Die von mehreren Medien verbreitete Falschmeldung, dass sich hier der von der Insel stammende Tenniscrack Rafael Nadal auf den oberen zwei Stockwerken ein städtisches Luxusdomizil mit Kathedralenblick und Dachpool einrichten wolle, dürfte den Bekanntheitsgrad des Projekts erhöht haben. Promikompatibel ist das, was geboten wird, durchaus: Das High-End-Objekt wird über architektonische Schmuckstücke wie einen Patio nebst lieblicher Wasserkaskade verfügen, im Keller werden ein weiterer Pool, ein Fitnessareal und ein Spa konstruiert.

Die nicht weniger als 400 Quadratmeter große zweistöckige Wohnung ganz oben, für die sich Nadal wohl nie interessierte, schlägt mit vier bis fünf Millionen Euro zu Buche, die kleineren Räumlichkeiten darunter – derer zwei sind es pro Stockwerk – dürften preisgünstiger sein. Für Sicherheit – ein interessanter und nicht zu vernachlässigender Zusatzaspekt – wird die permanente Anwesenheit der immer schnell einsatzbereiten Nationalpolizei in ihrem nahegelegenen Hauptquartier sorgen.

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