Selten war es auf Mallorca und den Nachbarinseln voller als in diesem Jahr. | J. Martiny

Mallorca und die Nachbarinseln haben auch in diesem Sommer Monat für Monat die Rekorde an Menschenmassen auf dem Archipel gebrochen. Im vergangenen Juli wurde mit 2.019.141 Personen, die sich an einem Tag gleichzeitig auf der Inselgruppe befanden, der zweithöchste jemals in einem Juli verzeichnete Wert erreicht. Dies geht aus den Daten des "Menschendruckindex" (HPI) hervor, der regelmäßig vom Balearischen Institut für Statistik (Ibestat) veröffentlicht wird.

Dieser Höchststand wurde am 30. Juli erreicht. Der tiefste Wert in diesem Monat wurde mit 1.842.986 Personen gemessen. Wobei auch diese Zahl immer noch höher liegt als alle an einem 1. Juli gemessenen Zahlen in den Vorjahren. Die absolute Rekordzahl von Menschen, die sich gemeinsam an einem Tag im Juli auf dem Archipel befanden, wurde am 29.7.2017 registriert und lag bei 2.025.622. In jenem Jahr wurde auch der bisherige absolute jemals gemessen Höchststand erreicht, und zwar am 31. August 2017 mit 2.071.124 Personen.

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Während des gesamten Juli 2022 lag die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig auf den Inseln befanden, bei rund zwei Millionen, also fast doppelt so hoch wie die Einwohnerzahl der Balearen von 1,2 Millionen. Der etwas sonderbar anmutende Begriff "Menschendruckindex" ist für die Inseln ein wichtiger Indikator. Seine Wachstumsrate hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugelegt, was sowohl auf die Zunahme der Einwohner als auch auf die steigende Zahl an Touristen sowie der "sonstigen mobilen Bevölkerung" (zum Beispiel Saisonarbeiter) zurückzuführen ist.

In den letzten 20 Jahren hat der "Menschendruckindex" um fast ein Drittel zugenommen: Der Höchststand vor 20 Jahren im Juli 2002 lag bei 1.519.977 Menschen, das sind fast 33 Prozent weniger als im Vergleichsmonat dieses Jahres.

Für die meisten Insulaner bestätigen die Ibestat-Daten das Gefühl der Überfüllung, das bei vielen Einheimischen den ganzen Sommer über vorherrschte – mit überfüllten Stränden, dem Verkehrskollaps und vollen öffentlichen Verkehrsmitteln. Für den August dieses Jahres, dessen Daten noch ausgewertet werden, wird ein neues Allzeithoch erwartet.