Nach Meinung des AECC ist die medizinischen und psychologische Betreuung von Sterbenskranken auf den Balearen mangelhaft | Pixabay

Der regionale Krebsvorsorge- und Palliativmedizinverband—Hilfeverband AECC hat die balearische Landesregierung aufgefordert, eine aktuelle Studie über die Todes-Ursachen von Einwohnern auf den Inseln zu erstellen. Die letzte Statistik liegt nach Ansicht der AECC bereits über fünf Jahre zurück und bezieht sich zudem auf gerichtsmedizinische Daten von 2016 und 2015. Das spanische Gesundheitsgesetz schreibt jedoch vor, Statistiken von Patienten mit unheilbaren Krankheiten jedes Jahr zu erstellen.

Grund für die Forderung einer Aktualisierung ist der akute Mangel an Personal auf den Palliativstationen in Krankenhäusern sowie die unzureichenden Finanzhilfen für private Vereine, die Sterbenskranke bis zu ihrem Tod sowohl medizinisch als auch psychologisch betreuen.

Nach Angaben des AECC ist bespielsweise die Zahl von Patienten mit unheilbaren Krebserkrankungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In vielen Fällen müssen sich Familienmitglieder um die Palliativbetreuung ihrer sterbenden Angehörigen kümmern.

Die Forderung der AECC ist Teil des Welttages der Palliativmedizin, der jedes Jahr am zweiten Samstag im Oktober begangen wird, um an eine humane Sterbenshilfe zu erinnern.