Nach Angaben des spanischen Verkehrsamtes wurden allein in den vergangenen zwei Jahren 75 Prozent Fahrzeuge matrikuliert. | Assumpta Bassa

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Auf Mallorca und den Nachbarinseln werden immer mehr Wohnmobile zugelassen. Nach Angaben des spanischen Verkehrsamtes wurden allein in den vergangenen zwei Jahren 75 Prozent mehr Fahrzeuge registriert. Ohne zwischen neu und gebraucht zu unterscheiden, hat die Zulassung von Wohnmobilen in mehreren autonomen Gemeinschaften in Spanien zugenommen. Spitzenreiter ist neben den Baleareninseln die südspanische Provinz Murcia. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 lag die Neuzulassung von Wohnmobilen in beiden autonomen Gemeinschaften bei etwa 44 Prozent.

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Doch obwohl die Branche scheinbar boomt, werden die meisten Fahrzeuge hauptsächlich im Ausland gekauft. Zudem handelt es sich bei den meisten Wohnmobilen um Gebrauchtwagen. Aufgrund der hohen Nachfrage sind auch die Preise deutlich gestiegen: Kostete ein Wohnmobil 2018 noch durchschnittlich 49.000 Euro, liegen die Preise nun bei 64.000 Euro. Laut spanischem Verkehrsamt wurden im vergangenen Jahr landesweit 6467 Fahrzeuge registriert. Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie werden immer mehr Fahrzeuge auch als langfristige Wohnmöglichkeit genutzt. Grund dafür sind unter anderem die hohen Mietpreise.

Auf Mallorca umstritten

Die Nutzung von Wohnmobilen und Wohnwagen befindet sich seit vielen Jahren auf der Insel in einer rechtlichen Grauzone. Offiziell ist das Campen auf öffentlichen Plätzen, egal ob mit Zelt oder Wohnmobil, auf den Balearen nicht erlaubt. Immer wieder kam es in den vergangenen Monaten zu Demonstrationen von Wohnmobilbesitzern. Sie verlangen von der Regionalregierung permanente Stellplätze für die Campingwagen überall auf der Insel zu ermöglichen. Derzeit sind auf den Inseln mehr als 400 Wohnmobile und Wohnwagen bei der regionalen Verkehrsbehörde registriert.