Sozialwohnungen an Mallorca-Urlauber vermietet?

| | Palma de Mallorca |
Bei Airbnb wurden Sozialwohnungen an diesem Platz im Altstadtviertel sa Gerreria zur Ferienvermietung angeboten.

Bei Airbnb wurden Sozialwohnungen an diesem Platz im Altstadtviertel sa Gerreria zur Ferienvermietung angeboten.

Foto: UH

Die Altstadt von Palma de Mallorca ist gefragt. Das kommt nicht nur neuen Boutique-Hotels zu Gute, sondern weckt offenbar auch die Gier von bestimmten Privatleuten.

Wie die Tageszeitung Ultima Hora berichtet, wurden auf dem Urlaubsportal Airbnb jetzt erstmals auch Unterkünfte aus dem sozial geförderten Wohnungsbau zur Ferienvermietung angeboten.

Für drei Apartments im Viertel Sa Gerreria sollen bis zu 150 Euro pro Übernachtung verlangt worden sein. Die Balearen-Regierung hat deswegen nun eine Inspektion der gesamten Anlage mit 35 Wohnungen angekündigt. Es handelt sich um einen modern ausgestatteten Komplex, der bei Verkauf und Vermietung jedoch einer Sozialbindung mit regulierten Höchstpreisen und städtischem Vorkaufsrecht unterliegt.

Um dies zu umgehen, sollen einige Vermieter die Schilder mit dem Hinweis "VPO" (vivienda de protección oficial) entfernt haben. Sie müssen nun mit hohen Geldbußen rechnen. Generell strebt die Balearen-Regierung für diesen Sommer eine bessere Regulierung der Ferienvermietung an. Wie das genau erreicht werden soll, ist derzeit Gegenstand von heftigen Diskussionen. (mic)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

# Spanien: EIB unterstützt sozialen Wohnungsbau in Katalonien mit 125 ...

# VPO - drei Buchstaben, die für viele Familien und junge Paare eine große Wirkung haben. Denn bei den "Viviendas de Protección Oficial (VPO)" handelt es sich um Apartements des sozialen Wohnbaus, """errichtet vom Staat oder privaten Bauträgern.

Das Recht auf eine Wohnung hat nach der spanischen Verfassung jeder, das Recht auf eine VPO haben Spanier und ausländische Residenten, abhängig nach Alter, Familien- und Einkommensverhältnissen. Allerdings müssen die Antragsteller viel Geduld mitbringen, da die Wartelisten für die Anträge unendlich lang sind.

Tomtom / Vor etwa 1 Jahr

@hajohajo. Wieder ein typischer Hajohajo. Nein, es gibt keinen klassischen sozialen Wohnungsbau in Spanien (siehe https://www.bundestag.de/blob/480342/d7b2ad2ebb5227de75f611bce113ed7a/wd-7-213-15-pdf-data.pdf) , sondern bestenfalls Genossenschaftsbaumodelle, also subventionierte Eigentuswohnungen. Kündigen ist da einfach nicht. Es sind daher nur Sanktionen möglich.

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Natürlich gibt es auf Mallorca sozialen Wohungsbau. z.B. Komplex des Sozialen Wohnungsbaus in Sa Pobla von Ripolltizon Estudio de Arquitectura (Palma de Mallorca, Castellón).

Lothar / Vor etwa 1 Jahr

@ Raine Schneider.. laut Ihrer Aussage scheinen Sie mit diversen Eigentümern gesprochen zu haben,.., alles Alemanes, erstaunlich. Meinen Informationen nach haben und vermieten reiche Alemanes keine Sozialwohnungen.

Rainer Schneider / Vor etwa 1 Jahr

@Hajo Hajo Von wegen "fristlos kündigen". Der soziale Wohnungsbau besteht in Spanien vorwiegend aus Eigentumswohnungen. Lediglich beim Verkauf und bei der Vermietung gibt es eine Sozialbindung mit staatlich regulierten Höchstpreisen, damit nicht spekuliert werden kann. Eigentlich ein ganz gutes System. Aber leider treiben dann die inselgeilen Alemannen mit ihren Fincas, Villen und Schicki-Micki-Wohnungen die Preise nach oben.

Leo Kolberg / Vor etwa 1 Jahr

@ Hajo Hajo, da würde ich aber umgehend Nachforschungen anstellen: ""Und wurden die auch versteuert? Davon ist leider nicht die Rede."" das ist ja kaum auszuhalten, und dann noch diese so kriminelle Insel, wann gehen Sie denn zurück?? (will nur das Getränk kalt stellen)

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

""Sozialwohnungen ???"" An Kriminalität gibt es also nichts auf der Insel, was es nicht gibt. Wers nicht glaubt, liest wöchentlich die MZ und das MM.

Servus Mike, Bussgeld reicht nicht bei solchen "Gratlern"... Fristlose Kündigung, denn draussen stehen andere die dringend auf eine Wohnung warten.

Harry / Vor etwa 1 Jahr

...die hohen Geldbussen, zahlen die aus der Portokasse.Es ist leider eine traurige Entwicklung,wie sich wohnen auf der "Insel" entwickelt hat.Nachdem sich hier viele ihre "Schimmelbuden" vergolden lassen, keinerlei Mängel beheben, mit Hilfe von Maklern lügen und betrügen dürfen,fällt es einem leicht zu gehen.Jeder würde sich in seiner Heimat diese "Abzocke" nicht bieten lassen,und hier haut man tausende Euros für die überteuerten und teilweise schwarz vermieteten Fincas hinaus.Dumm...

Mike / Vor etwa 1 Jahr

Zitat: "... mit hohen Geldbußen rechnen".

Na, dann stell ich schon mal das Popcorn bereit.