Ferienvermietung verliert 500.000 Kunden in zwei Jahren

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In der Altstadt von Palma war das Mieten von Wohnungen zeitweise unerschwinglich.

In der Altstadt von Palma war das Mieten von Wohnungen zeitweise unerschwinglich.

Foto: Ultima Hora

Die Ferienvermietung von Immobilien auf den Balearen hat in den vergangenen zwei Jahren 500.000 Kunden verloren. Das geht aus aktuellen Zahlen des balearischen Statistikamtes Ibestat hervor. Hatten sich im Jahr 2017 noch 2,5 Millionen Besucher dafür entschieden, eine Ferienwohnung zu benutzen, so waren es 2019 25 Prozent weniger.

Grund dafür ist die Regulierung dieses Segmentes durch die Landesregierung. Wer illegal vermietet, wird seit 2017 mit Bußgeldern belegt, die bis zu 400.000 Euro betragen können. Jede Wohnung muss nunmehr über eine Lizenznummer verfügen.

In den vergangenen Jahren waren normale Mietwohnungen oftmals in viel teurere Ferienimmobilien umfunktioniert worden, sodass Anwohner mit üblichen Gehältern diese einfach nicht mehr bezahlen konnten. Um dem Einhalt zu gebieten, wurde die Balearen-Regierung schlussendlich gesetzgeberisch aktiv. (it)

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Klaus / Vor 6 Monaten

Kein Wunder bei diesen Preisen. Habe Paguera Urlaub gesucht. Ergebnis 2 Tage in Pagurea nur Übernachtung im Treff Hotel 1 Person 3 Sterne 755.- Euro Das ist Extrem teuer. Was kosten dann 7 Tage ca 1900 Euro ? Mallorca Urlaub wird 2020 sehr sehr teuer Mallorca nur für Reiche EU Bürger die mindestens 300.000 Euro Gehalt im Jahr verdienen.

Metti / Vor 6 Monaten

Die Zahlen gehen natürlich nur aus legal vermieteten Objekten hervor. Die illegale Ferienvermietung floriert nach wie vor. Desweiteren werden die nicht mehr ferienvermieten Objekte entweder teuer verkauft, oder bleiben dann leerstehen. Ein Bruchteil geht davon in die reguläre Vermietung. Von daher sehe ich es nicht, das es den Mietwohnungsmarkt entspannt.

Carmen / Vor 6 Monaten

Muy buen exito!

chd / Vor 6 Monaten

Richtig Hajo: wieviele Wohnungen werden dem langfristigen Wohnraum nun zugeführt? Ich würde mal behaupten, nicht sehr viele, zumal sie vielen zu teuer würden. Vielleicht sollte man mal über sozialen Wohnraum nachdenken, oder man kauft massig leerstehende Bauruinen auf, und baut sie fertig und vermietet sie zu moderaten Preisen. Nein, - diese und uralte "Schwarzbauten" werden lieber abgerissen, anstatt sie sinnvoll zu nutzen. Und was diese verlorengegangen Kunden betrifft, - diese geben nun nix mehr auf der Insel aus. Schade! Auch ich habe von diesem Klientel profitiert. Aber das Ganze kann man nur gutheissen, wenn man nicht vom Verdienst auf der Insel abhängig ist, sondern nett zuhause im früher gekauften Eigenheim sitzt und Zeit genut hag, jeden Artikel zu kommentieren, - ach ja, und die Rente aus D kommt ja regelmässig!

Carlos / Vor 6 Monaten

Man sollte nicht nur die Ferienvermietung im Auge haben, es gibt genügend private Vermieter die das auch machen. Immobilie gehört Mann und Frau vermietet diese. Wohnte einmal in so einem Haus, mehrfach kam ein Gemeinde Angestellter vorbei und rief den Namen des Vermieters. Dieser kassierte jeden Monat pünktlich die Miete von 1800 Euro in bar. Fiel die Ölheizung aus oder anderes ging kaputt, lies er sich nicht blicken und ich musste dies selbst herrichten lassen. Warum? Weil es einfach kein vernünftiges Mietgesetz gibt, wo Mieter sich gegen solche " Verb....." schützen können, die Koution wurde selbstverständlich auch nicht ausbezahlt. Irgendwann nach ein paar Finka Wechsel und fast identischen Vorgangsweisen an Erlebnissen, sagt man sich: Hey das Wetter und die Sonne macht alleine nicht die Lebensqualität aus, auf der Insel zu bleiben.

Hajo Hajo / Vor 6 Monaten

Eine sehr gute Nachricht. Man hat zwar 500.000 Kunden verloren, ABER, wieviele Wohnungen sind davon Netto betroffen? Die also der normalen Vermietung zugeführt werden könnten, um die Wohnungsknappheit zu reduzieren?