Sánchez setzt auf EU-Lösung für Zweithausbesitzer auf Mallorca

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Die Bucht von Cala Llamp bei Andratx ist einer jener Hotspots, wo viele Deutsche eine Immobilie ihr Eigen nennen.

Die Bucht von Cala Llamp bei Andratx ist einer jener Hotspots, wo viele Deutsche eine Immobilie ihr Eigen nennen.

Foto: Michels

In der Frage, ob deutsche Immobilienbesitzer mit Zweitwohnsitz auf Mallorca bald wieder auf die Insel einreisen dürfen, setzt der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez seine Hoffnungen auf eine einheitliche europäische Regelung. "Wir werden sehen müssen, ob es gemeinsame Lösungen gibt, um dem Tourismus innerhalb des Kontinents ein Stück weit fördern zu können. Dies aber nur mit Vorsicht und Umsicht", erklärte Sánchez am Samstagabend in Madrid.

Sánchez fügte hinzu, es habe derzeit eine Debatte über Grenzkontrollen in Europa begonnen. Er sei zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen eine Art Einvernehmen erreicht werden könnte, wenn auch immer mit äußerster Vorsicht.

Der Regierungschef verwies darauf, dass die Freizügigkeit von Personen ein Grundrecht ist, das derzeit jedoch eingeschränkt sei, "um Leben zu retten". Zugleich betonte Sánchez, seine Regierung arbeite daran, den Tourismus mit Maßnahmen zu unterstützen, die die schwerwiegenden Auswirkungen der Coronakrise auf diese Branche abmildern sollen.

Zu Wochenbeginn hatte eine umstrittene Kettenbriefaktion in einem teilweise forsch formulierten Ton zahlreiche Reaktionen von Verständnis bis Empörung ausgelöst. Deutschsprachige Makler distanzierten sich ihrerseits von dem Schreiben.

In dem identischen Brandbrief hatten mehr als 200 deutschsprachige Immobilienbesitzer baldige Einreisegenehmigungen gefordert, um ihre Ferienimmobilien auf Mallorca aufsuchen zu können. Die Balearen-Regierung erklärte dazu, "gleiches Recht müsse für alle gelten": Aufgrund der Ausgangssperre sei es – unabhänging von der Nationalität – auch einheimischen Bürgern nicht gestattet, ihren Zweitwohnsitz auf der Insel aufzusuchen. (as)

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Britta / Vor 1 Monat

Jetzt könnte man doch auch, wie in Deutschland die Besitzer der Zweit-Immobilien nun doch endlich mal anreisen lassen. Es wäre wirklich schön...

Britta Wolf / Vor 1 Monat

Deutschland öffnet die verschieden Ferienziele Ostsee und Nordsee, Hotel und Ferienwohnungen und Camping. Dann kann ich die Kunden ja umbuchen, geht das Urlaubsgeld nach Deutschland. Mallorca und Spanien kann sich ja nicht entscheiden, zumindesten teilweise den Flugverkehr zu öffnen. Man sollte nur bedenken, das in den Ferienfliegern auch Fracht transportiert wurde, hin und zurück. Fähren fahren nicht mehr regelmäßig, heißt Waren z. B Küchen, Möbel, Fernseher, und andere Elektrogeräte brauchen dann mal etwas länger. Tja das sieht man im Moment noch nicht kritisch, kommt aber noch.

Metti / Vor 1 Monat

Nur mal so, auch wenn es den Immobilienbesitzern nicht interessieren wird: Außenminister Maas hat davor gewarnt, die europäischen Reiseziele zu schnell wieder zu öffnen. Die Ansteckungsrisiken in beliebten Urlaubsorten seien "unvertretbar". Agrarministerin Klöckner sprach sich für Urlaub auf dem Land aus. So mal euer Außenminister...DAS sagt alles aus. Da ihr eure Politiker immer als Maßstab nimmt, dann haltet euch auch mal daran...

Barbara / Vor 1 Monat

Reicht es nicht langsam? Immer wieder diese Debatte. Irgendwann, werden sie alle wiederkommen können. WIR alle hier möchten jetzt erstmal wieder raus dürfen und das wird dann am Samstag den 02.05. endlich nach knapp 7 Wochen soweit sein. Haben sie doch Verständnis dafür das keine verbindlichen Aussagen für sie gemacht werden.

Und dann mal zum nachdenken: Es gibt viele Einheimische der Inseln die einen Zweitwohnsitz auf dem Festland haben. Bis jetzt habe ich in keiner spanischen Zeitung gelesen, das hinsichtlich dieser Zweitwohnsitze an die Regierung Forderungen gestellt wurden.

Üben sie alle mal ein bisschen DEMUT .

Majorcus / Vor 1 Monat

@Mercy Cleffmann: Was an der Aussage von Bundesaußenminister Heiko Maas: "wer touristische Reisen zuerst wieder zulässt, führt zu unvertretbaren Risiken" ist für Sie nicht eindeutig? Wie wollen Sie sich auf dem Flug selbst vor der Infektion schützen, ohne dem Gesundheitspersonal wichtige FFP2 oder 3 wegzunehmen? @Wolfgang: Meinen Sie jetzt, das wir Ihr Leben im Infektions-Falle nicht retten sollen, damit es der Wirtschaft besser geht? Schäuble plädiert eindeutig für den Erhalt der Kern-Witschaft, nicht für die Durchführung von Luxus wie Auslandsreisen in Flugzeugen, in denen eine Ansteckung zwangsläufig ist. Zitat von Ihnen: "Wenn Sie die Sätze nicht ganz verstehen, helfe (...)."

Metti / Vor 1 Monat

Mercy: haste den auch zu Sanches direkt geschickt? Es ist ein europäisches Problem. Wenn es zur Zeiten einer Pandemie eine einheitliche Regelung gäbe, könntet ihr vielleicht schon einreisen. Ach ja, es kommt immer, das ihr die Wirtschaft ankurbeln wollt? Wie denn?? Soll es für euch Sonderregelungen geben bezüglich Restaurants, Bars, etc...selbst wenn ihr einreisen könnt? Was wollt ihr hier machen???? Auch die Baumärkte haben zu. Oder läuft das dann auch wieder mit Sonderregelungen???

Mercy / Vor 1 Monat

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sanchez,

Ihre Antwort in dem Streit, mit den ausgesperrten Immobilienbesitzer auf Mallorca, finden wir sehr verwirrend und können diese nicht nachvollziehen. Ganz sicher steht für uns alle die Gesundheit aller Menschen im Vordergrund. Dennoch müssen Ihre Aussagen nachvollziehbar sein. Uns würde auch der Unterschied interessieren zwischen einem Residenten mit einer Immobilie und einem Nicht Residenten mit einem Immobilienbesitz in Spanien. Ob Spanier oder Deutscher , wir sind alle Europäer ! Sie teilen mit, dass Sie eine gesamt europäische Lösung in diesem Streit anstreben. Deutschland und Europa ist in dieser Angelegenheit überhaupt nicht gefragt. In Deutschland verbietet uns niemand nach Mallorca zu reisen. Sie, die Zentralregierung und die Regionalregierung auf Mallorca verwehren uns dieses. Fragen Sie sich doch bitte einmal warum Frau Merkel zu keiner Zeit ein Verbot ausgesprochen hat sondern nur Empfehlungen gegeben hat. Die Antwort ist sehr einfach. Frau Merkel ist eine sehr erfahrene und weitsichtige Politikerin. Frau Merkel weiß ganz genau das Sie gegen die Verfassung, dem Grundgesetz und gegen europäischen Recht verstoßen würde, wenn Sie Verbote aussprechen würde. Zum Anderen ist es immer besser mit den Menschen zu diskutieren und deren Meinungen versuchen zu berücksichtigen. Zwei Bundesländer haben haben versucht wie Sie die Zweitimmobilienbesitzer auszusperren. Dieses ist bereits wieder zurückgenommen worden und diese Immobilienbesitzer dürfen ab dem 01.05. wieder in Mecklenburg Vorpommern und ab 04.05. in Schleswig Holstein wieder Ihre Immobilien aufsuchen incl. der Inseln. Sicherlich hat hier auch ein Gerichtsurteil zu beigetragen. Ich würde mich freuen wenn Sie Ihre Entscheidung überdenken würden und die betroffenen Immobilienbesitzer als einen Teil Spaniens ansehen würden. Durch die Aussperrung stellen Sie ebenfalls diese Immobilienbesitzer mit den Touristen gleich. Dieses finden wir persönlich beleidigend. Nachdem wir 35 Jahre die Insel lieben und ständig mehrfach im Jahr aufgesucht haben, seit 2002 ein Haus auf Mallorca besitzen und in den letzten 5 Jahren 5 Monate im Jahr auf Mallorca wohnen und viele spanische Freunde besitzen. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit uns und Andere durch Abstand und Mund/Nasenschutz zu schützen und Ihre Beschränkungen einzuhalten. Wir bitten Sie jedoch keinen falschen Eindruck zu erwecken, dass Europa oder Deutschland das Problem sei, warum Sie uns aus unseren eigenen Immobilien aussperren. Politik in der heutigen Zeit ist nicht einfach und oft haben wir für Ihre Situation Verständnis. Vor allem wünschen wir uns allen, dass wir gesund bleiben. Selbstverständlich lassen wir diese Zeilen Ihnen in spanischer Sprache per Mail zukommen. Freuen würden wir uns, wenn Sie auf die Regionalregierung einwirken und erreichen würden, dass Polizisten auf Mallorca nicht vor Bürgern mit einen Maschinengewehr im Anschlag stehen würden. Dieses ist eine bedrohliche Situation die durch nichts gerechtfertigt wird. In der Hoffnung das auch die Zentral und Regionalregierung die Gesundheit in den Vordergrund stellt und akzeptiert, dass wir alle ein Teil Spaniens sind wollen Wir alle helfen die Insel wieder wirtschaftlich stabil aufzustellen. Wir würden uns sehr auf eine Antwort von Ihnen freuen.

Bleiben Sie bitte gesund. Mercy Cleffmann

Metti / Vor 1 Monat

Wolfgang: Die Akzeptanz, das die Immobilienbesitzer hier nicht rein durften und dürfen, ist bei euch =0. Das war auch schon, zur Zeit der Sperre in Deutschland, auch da wolltet ihr Zutritt zu euren Immobilien hier. Da kommt natürlich die Frage auf: mit welchem Recht. Da bei euch bald der Zutritt wieder gewährt wird, heißt es nicht, das es für den Zutritt auf Mallorca gilt. Wenn es eine EU Richtlinie dafür gefunden wird, werden ihr schon wieder Einreisen dürfen. Ihr habt durch eurem Zutritt dann allerdings keine Sonderrechte ( frei Bewegen, usw. ). Die Neid/ Arroganzdebatte kam nur auf, weil Kommentare hier dementsprechend kamen ( wir sind schließlich finanzstark sollten somit das Sonderrecht auf Zutritt haben ) und die Art und Weise + den Forderungen. Du solltest dir das nochmal alles durchlesen. Ach ja, selbst in Deutschland geht man dem nicht nach und macht alles wieder auf, so wie es zB. von KenO ( spätestend bis Juni2020) gefordert wurde. Wenn ein Italiener oder Türke sich bei euch so verhalten hätte und der Kanzlerin solche Briefe geschrieben hätte, wären es dieselben Leute gewesen, die jetzt hier schreien, die dann auf die Barikaden gegangen wären, bei so einer Unverschämtheit und solchen Vorderungen. Den Vergleich zieht ihr aber nicht: es kann ja nicht sein, was nicht sein kann...

Olaf Tausch / Vor 1 Monat

Es gibt verschiedene Aspekte bezüglich einer Normalisierung zu bedenken. Zunächst geht es um die Vermeidung des wirtschaftlichen Kollaps. Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. Und Steuern werden aus der Wirtschaft generiert. Der Tourismus ist für 45,5 Prozent des Bruttosozialprodukts auf den Balearen verantwortlich. Wer soll denn die öffentlichen Haushalte oder das Gesundheitswesen finanzieren, wenn die Tourismusunternehmen auf Mallorca insolvent gehen?

Der zweite Punkt ist, dass in der EU das (derzeit eingeschränkte) Recht der Freizügigkeit gilt. Zu einem Zeitpunkt, an dem Festlands-Spanier wieder auf die Balearen reisen dürfen, sollte dies auch anderen EU-Bürgern wieder möglich sein.

Und dies bringt mich zu einem ganz persönlichen Aspekt. Meine Lebensgefährtin hat vor einigen Jahren eine Wohnung an der Ostküste Mallorcas von ihren Eltern übernommen. Dort verleben wir ein paar Wochen des Jahres zur Erholung, wobei wir auch für die Instandsetzung der Wohnung sorgen und die Unkosten abwickeln. Unser "Vergnügen" ist das Entdecken der Insel, das bis heute zum Schreiben von etwa 100 Artikeln in der Wikipedia führte (https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Oltau#Spanien), was sogar dem Mallorca Magazin schon auffiel (https://www.mallorcamagazin.com/kultur/film/2013/09/16/38618/mallorca-wikipedia.html). Bei unseren Aufenthalten kann sich meine Lebensgefährtin von ihrer Krankheit (MS) erholen und ich die Pollenblüte (Heuschnupfen) in Deutschland überbrücken. Ich glaube nicht, dass man das als "Luxus" bezeichnen kann, wie das in einigen Kommentaren durchscheint.

Ich hoffe sehr, dass die spanische Regierung demnächst eine Möglichkeit schafft, Mallorca wieder erreichen zu können, auch über den Flughafen.

Majorcus / Vor 1 Monat

"Bundesaußenminister Heiko Maas (...): Ein europäischer Wettlauf darum, wer touristische Reisen zuerst wieder zulässt, führt zu unvertretbaren Risiken" Quelle: www.tagesschau.de/inland/corona-urlaub-101.html Na, wenn Schäuble meint, er möchte ein paar Rentner für den wirtschaftlichen Fortschritt opfern ...