Jede dritte Ferienimmobilie zur Langzeitmiete angeboten

| | Mallorca |
Die Ferienvermietung stieß auf Mallorca in den vergangenen Jahren auf Kritik.

Die Ferienvermietung stieß auf Mallorca in den vergangenen Jahren auf Kritik.

Foto: Archiv

Die Zahl der Immobilien, die auf Mallorca für die Langzeitmiete angeboten werden, steigt. Das teilte der Maklerverband Associació Balear de Serveis Immobiliaris (ABSI) am Sonntag in einer Pressemitteilung mit. Der Vorsitzende Toni Gayà erklärte: "Anfang des Jahres hatten wir praktisch keinen Bestand an solchen Immobilien, inzwischen widmen wir einen Großteil unserer Arbeit deren Verwaltung."

Gayà schätzt, dass fast jede dritte – in einigen Gebieten der Insel sogar 40 Prozent – Ferienimmobilie, die in anderen Jahren an Urlauber vermietet wird, inzwischen auf dem normalen Mietmarkt angeboten wird. Der Grund sei, dass durch die wenigen Touristen in dieser Saison viele Ferienhäuser und -wohnungen leer stünden. Allerdings sei davon auszugehen, dass dieser Trend sich wieder umkehrt, wenn in Zukunft mehr Touristen nach Mallorca reisen, da die Ferienvermietung rentabler sei.

Toni Gayà erwartet zudem, dass die Mietpreise in den kommenden Monaten aufgrund des wachsenden Angebotes sinken werden. Zurzeit sei dies noch nicht der Fall, so der Verbandsvorsitzende. (cls)

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Hajo Hajo / Vor 1 Monat

Stefan Meier@ einerseits haben Sie vollkommen recht - ABER - wer zwingt die Kräfte auf der Insel zu arbeiten? Sie wußten vorher, auf was sie sich einlassen. Vor allem Deutsche, obwohl man in DE händeringend Personal in der Gastronomie und Hotellerie sucht kommen sie hier her? In DE haben sie Tariflohn und das Arbeitsrecht ist auf ihrer Seite. Hier sind sie Opfer ihrer selbst und den mangelnden Gesetzen und Zuständen ausgeliefert. Vor allem haben sie hier keinen geregelten 8-Stunden-Tag.

Der Umkehrschluss ist also = Deutsche arbeiten auf den Balearen und Spanier in DE. Verkehrte Welt. z.B. Am Münchener Hauptbahnhof ist Deutsch in der gesamten Gastro und den Läden nicht die Heimatsprache. Schätze 95% Migranten aus aller Welt.

Axt / Vor 1 Monat

Karla hat vollkommen Recht mit ihrem Artikel das ganze ist eine Schweinereien und die Politik schaut wie immer zu. Außerdem wird fast bei allen Langzeitmieten schwarz kassiert. Die Spanier glauben noch immer die Ausländischen Gäste ausnehmen zu können. Jeder dieser Vermieter hat diese Strafe verdient hoffe nur das viele Häuser besetzt werden.

Majorcus / Vor 1 Monat

@Stefan Meier: Tourismus IST sozial und ökologisch eine Katastrophe - für die Unterstützung im Winter sollte der Staat den halbtags-Besuch von kostenlosen Weiterbildungskursen verlangen, damit die allgemeine Employability verbessert wird und mehr den Absprung schaffen. Fehlende Qualifikation ist der Engpass!

MaierHans / Vor 1 Monat

@Stefan Maier ... gut gebrüllt 👍

Karla / Vor 1 Monat

Wird man aus dieser Krise etwas lernen? "Bäumchen wechsel dich" gerade wie es passt. Jetzt sind die Langzeitmieter wieder recht, und wenn der Tourismus wieder läuft kündigt man die Mieter wieder schnell, da halten sich manche nicht an die geltenden Verträge.Die Gier nach mehr, wird sofort umgesetzt. Die ganze Mieterei auf Mallorca ist grenzwertig, kein vernünftiger Mieterschutz, selbst wenn die Immobilie dahin schimmelt und nicht mehr bewohnbar ist, muss der Mieter weiter brav seine volle Miete bezahlen ( wobei ich in so einer Immobilie nicht einmal gratis wohnen möchte ). Für die hohen Mieten bekommt man meist möbilierte Fincas ( ausgeluschtes Inventar von vorheriger Ferienvermietung ) Boah ein Graus, und wenn etwas kaputt geht kann man oft als Mieter das selbst bezahlen, weil der "arme Vermieter" angeblich kein Geld hat für eine Reparatur der Ölheizung. Denke, für so ein hohes Mietniveau wäre es jetzt an der Zeit, auch eine Immobilie so instand zu halten, zu revitalisieren das man auch im Winter nicht in feuchten, schimmeligen Räumen wohnen muss, und das bei 2500 Euro monatlich.

T. / Vor 1 Monat

Und wo steht, dass der Wohnraum „ günstiger“ wird? Ich habe bisher jedenfalls nicht gemerkt, dass man irgendwo „preiswert“ mieten kann, geschweige billig. Das ist doch alles Quatsch. Die Eigentümer bieten jetzt die Häuser und Wohnungen an, bis Frühjahr nächstes Jahr, zu, meiner Meinung nach, immernoch horrenden Preisen und danach geht das Spiel wieder los: Wer findet die meisten Touris.

Es Paña / Vor 1 Monat

Bald trennt sich das was in ganz Spanien als unerträglich unerwünscht betrachtet wird von dem ganz normalen...Adios

Roland / Vor 1 Monat

Die Wirtschaft von Mallorca ist am Boden. Viele Bedienstete werden zwangsläufig auf das Festland ziehen, da es auf Mallorca keine ausreichende Beschäftigung mehr gibt. Wer bitte soll hier Langzeitmieten benötigen?

Das wird sich alles regulieren, aber nicht so, wie die Beteiligten es sich vielleicht wünschen. Die Talfahrt nach unten wird voranschreiten. Eine Erholung auf das Niveau 2019 wird es m.E. nicht mehr geben. Corona hat auch in den Ländern, wo die Touristen herkommen, große wirtschaftliche Spuren hinterlassen. Die Spitze der Auswirkungen wird erst noch kommen.

M. Courelle / Vor 1 Monat

Da führt die Marktregulierung durch die Regierung zu einem gewünschten Ergebnnis. Aus Frucht von Ocupanten wird die leerstehende Wohnung moderatem Preis vermiete

Stefan Meier / Vor 1 Monat

Machen wir uns nichts vor. Es geht letztlich nur um schnöden Profit und billigen Urlaub. Die einen jammern, dass sie auf einmal nix mehr verdienen und schieben die armen Angestellter vor, die ja jetzt angeblich verhungern müssen (als wenn diese armen Menschen jemals ein zum Leben ausreichendes Gehalt bekommen). Die anderen, etwas einfach gestrickte Urlauber, jammern, dass sie auf einmal nicht mehr so Urlaub machen können, wie sie es jahrelang gewohnt waren. Billig, billig, Geiz ist geil.

Corona ist die Gelegenheit endlich mal mit den ganzen perfiden Unsinn aufzuräumen. Die Angestellten sind eh am Allerwertesten. Horrende Mieten und Löhne zum Mindestlohn für 6 Monate. Im Winter muss der Staat die Gehälter übernehmen. Dieser Tourismus war sozial und ökologisch eine Katastrophe. Das Schimpfen auf den angeblich Sozialismus ist entlarvt, als das Streben einiger Wenige den status quo beizubehalten, um die Menschen weiterhin auszubeuten und Natur zu zerstören.