Was nicht in die Umgebung passt, darf nicht gebaut werden. | Ultima Hora

Wer künftig auf unbebautem Land, sogenanntem "suelo rústico", auf Mallorca ein Haus bauen will, muss zuvor eine behördliche Prüfung überstehen. Das sieht ein am Mittwoch im Balearen-Parlament verabschiedetes Gesetz vor. Das Bauvorhaben muss in die Landschaft passen, sonst wird es nicht genehmigt.

Der sozialistische Umweltminister der Inseln, Miquel Mir, begründete dies mit einer angeblich großen Sorge um die Natur in der Bevölkerung. Eine Verschandelung der Umgebung müsse unbedingt verhindert werden. Für die Prüfungen seien die Inselräte zuständig.

Die Oppositionsparteien enthielten sich der Stimme oder votierten mit Nein und argumentierten, dass es ab jetzt von der persönlichen Ansicht des Prüfers abhänge ob es ein Okay für das Bauvorhaben gibt oder nicht.

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In der Diskussion ist auf Mallorca ferner, ob es Nicht-Residenten verwehrt werden solle, Häuser und Wohnungen käuflich zu erwerben. Dies steht Anwälten zufolge im Gegensatz zur gültigen EU-Gesetzgebung im Schengen-Raum. Das Regionalparlament gründete eine Kommission zur Überprüfung von möglichen Kauf-Beschränkungen für Ausländer. Die Partei Pi argumentiert, dass es etwa auf dänischen Inseln nicht jedem erlaubt sei, eine Immobilie zu erstehen.