Abflug per Lastkran

Adler-Kunstwerk in Andratx aus Angst vor Bronze-Dieben abgebaut

Das Kunstwerk unmittelbar vor der Demontage.

Das Kunstwerk unmittelbar vor der Demontage.

Foto: Foto: Michels
Das Kunstwerk unmittelbar vor der Demontage.Der Lastkran hebt die drei Tonnen schwere Skulptur an.

Eine knapp sechs Meter hohe Bronzefigur in Form eines gigantischen Adlers ist zwischen Andratx und seinem Hafen abgebaut worden, aus Angst, Metalldiebe könnten die Skulptur stehlen. Das Kunstwerk war von einem deutschen Galeristen aufgestellt worden.

Der Kunstsammler, der in Andratx lebt und Galerien in Deutschland besitzt, hatte die Bronzeskulptur vor etwa zehn Jahren nach Mallorca schaffen lassen und sie dem Rathaus zur Verfügung stellen wollen. Die Gemeindeverwaltung lehnte jedoch ab. Es sei auf dem öffentlichen Grund der Kommune kein geeigneter Standort vorhanden.

Darum ließ der Mäzen die Skulptur auf dem Grundstück eines Freundes bei Port d'Andratx aufstellen, von wo aus sie weithin sichtbar war.

Zuletzt wuchs jedoch die Sorge um die Statue. Der Anstieg der Metallpreise hat auf Mallorca wiederholt zu Diebstählen von Elektrokabeln und Wasserleitungen aus Kupfer geführt. Als sich wiederholt verdächtige Personen samt einem Lastwagen in der Nähe der Statue bemerkbar machten, beschloss der Eigentümer, den Adler zu demontieren. Hierzu musste eigens ein Lastkran anrücken.

Wie der Galerist gegenüber der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" sagte, ließe sich das drei Tonnen schwere Werk relativ leicht entwenden. Die Skulptur ist inwendig hohl und kann mit geeignetem Werkzeug rasch in Teile geschnitten werden. 

Die Statue war im Jahre 1988 vom US-Künstler Osprey Orielle Lake in San Francisco geschaffen worden. Sie zeigt die Göttin "Cheemah", die mit einer Fackel in der Hand auf der Adlerschwinge durch die Lüfte fliegt. Das Werk, von dem es der Internetseite "The International Cheemah Project" zufolge acht Exemplare weltweit gibt, darunter das auf "Majorca", ist eine Hommage an die kulturelle Vielfalt und Verständigung. Der Eigentümer bezifferte den Wert der Skulptur auf 400.000 Euro. (as)

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