Mallorcas Kongresspalast, von innen betrachtet

| Palau de Congresos, Palma de Mallorca |
Von den Rolltreppen in die oberen Stockwerke hat der Gast freien Blick auf Hafen und Kathedrale.

Von den Rolltreppen in die oberen Stockwerke hat der Gast freien Blick auf Hafen und Kathedrale.

Foto: Foto: Patricia Lozano
Von den Rolltreppen in die oberen Stockwerke hat der Gast freien Blick auf Hafen und Kathedrale.Der Ausstellungssaal bietet 2340 Quadratmeter Fläche auf zwei Ebenen. Hier können zum Beispiel Autopräsentationen stattfinden.Das große Auditorium bietet fast 2000 Gästen Platz. Es kann mit mobilen Wänden aber auch so unterteilt werden, dass drei separatNiedrige Passagen lösen sich mit hohen und lichtdurchfluteten Foyers abDie wabenartige Fassade auf der Südseite soll direkte Sonneneinstrahlung und damit das Aufheizen des Gebäudes verhindern.

Die Lage zu nah an der Straße, die gewöhnungsbedürftige Architektur, bauliche Verzögerungen, missglückte Vergaben: Der Kongresspalast in Palma hat in der Bevölkerung keinen guten Ruf. Engracia Villar, die Führungen durch das 140 Millionen Euro teure Bauwerk leitet, weiß aber, dass sich das Bild meist ändert, wenn sie den Interessierten die "inneren Qualitäten" der Tagungstätte zeigt.

Das war auch auf der Führung so, die MM Ende April mitgemacht hat, zumal der Kongresspalast im Wesentlichen fertiggestellt ist und im Inneren nicht mehr das Bild einer Baustelle abgibt. Die Fotos auf diesen Seiten geben einen Eindruck davon, wie sich das Gebäude des international renommierten Architekten Patxi Mangado jetzt präsentiert.

In Betrieb gehen soll das Zentrum Anfang des kommenden Jahres. Zuvor muss allerdings noch ein Betreiber gefunden werden, der auch die Einrichtung übernehmen wird. In diesem Zusammenhang gibt es eine erneute Verzögerung. Die Verwaltung hat sich entschlossen, die Ausschreibung für den Einbau der Sitze in den beiden Auditorien zu wiederholen. Eine unterlegene Firma hatte erfolgreich gegen ihren Ausschluss geklagt. Der Bau bleibt also ein Problemkind.

Aber ein durchaus attraktives, zumindest von Innen. Aluminium, Glas und Holz sind die vorherrschenden Materialien. Auch was außen wie Beton aussieht, ist in Wirklichkeit eine edle Aluminiumverkleidung mit poröser Oberfläche.

Passagen mit niedrigen Decken lösen sich ab mit hohen und lichtdurchfluteten Foyers, die den Besucher immer wieder in Erstaunen versetzen. Die Ausblicke auf das Meer, die Kathedrale und Portitxol sind spektakulär.

Herzstücke des Gebäudes sind die beiden Auditorien mit 1978 beziehungsweise 462 Plätzen, die säulenlose Ausstellungshalle mit 2340 Quadratmeter Fläche, die beiden je 320 Quadratmeter großen Tagungsräume, die in kleinere Einheiten unterteilt werden können, mehrere Sitzungsräume, das Restaurant mit einem riesigen Holzdeck sowie das angeschlossene Hotel mit 268 Zimmern nebst Spa im Untergeschoss.

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, kann sich über die Webseite www.pcongresosdepalma. com zu einer der Führungen anmelden. Sie dauern rund anderthalb Stunden. Auch das ein Versuch der Stadtverwaltung, die Akzeptanz des Bauwerks in der Bevölkerung zu erhöhen.

(aus MM 17/2016)

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