Festival in Port de Sóller mit fünf Konzerten

| Port de Sóller, Mallorca |
Alexander Malter im Oratorio de Santa Catalina: Am Samstag, 1. Oktober, eröffnet der Pianist das Festival von Port de Sóller.

Alexander Malter im Oratorio de Santa Catalina: Am Samstag, 1. Oktober, eröffnet der Pianist das Festival von Port de Sóller.

Das Dutzend wird voll: In diesem Jahr findet das Festival de Música Clásica Port de Sóller zum zwölften Mal statt. Am Samstag, 1. Oktober, beginnt der Konzertzyklus traditionell mit einem Klavierabend des Pianisten Alexander Malter. Der russische Pianist mit Wahlheimat in Berlin wird Nocturnes und Mazurken und Nocturnes von Frédéric Chopin interpretieren sowie die Suite "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski.

Malter ist zugleich der künstlerische Leiter des Festivals. Dass es für Liebhaber der klassischen Musik zu den ersten Adressen auf Mallorca gehört, ist vor allem sein Verdienst. Mit Argusaugen wacht er über die Qualität der Musiker, darunter Mitglieder der großen Berliner Orchester, wie dem der Deutschen Oper, der Berliner Philharmoniker und des Rundfunk-Sinfonieorchesters.

Zum Beispiel die Charlottenburger Bachsolisten. Unter diesem Namen firmieren Mitglieder der Deutschen Oper Berlin und des Konzerthaus-Orchesters. Gegründet 1998, bilden die Violinistin Ulrike Petersen, der Cellist Johannes Petersen, der Flötist Jochen Hoffmann und die Pianisten Gertrud Schmidt-Petersen die Stammbesetzung des Berliner Ensembles.

Am Samstag, 8. Oktober, nehmen sie ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch das Europa des 18. Jahrhunderts. Getreu dem Namen des Quartettes beginnt und endet diese Reise mit Johann Sebastian Bach. Ebenfalls auf dem Programm stehen Werke von Giuseppe Antonio Brescianello, Michel Blavet, Joseph Haydn, Georg Philipp Telemann und des katalanischen Komponisten Josep Pla.

Gleich zweimal ist der mallorquinische Violinist Francisco Fullana, der derzeit in Kalifornien bei Midori Goto studiert, beim Festival zu Gast. Am Sonntag, 16. Oktober, führt er mit seinem Streichquartett "Senza Misura" Werke von Haydn, Mozart, Debussy und Barber auf. Die Musiker des Ensembles lernten sich an der Juilliard School in New York kennen und werden von Ronald Copes, Geiger des Juilliard String Quartet, und Ida Kavafian, der ehemaligen Violinistin des Beaux Arts Trio, beraten.

Am Mittwoch, 19. Oktober, werden Fullana und Malter Werke von Johannes Brahms, Sergej Prokofjew und Arvo Pärt interpretieren.

Vor zwei Jahren war Fullana erstmals beim Festival in Port de Sóller zu Gast - als erster mallorquinischer Musiker. Dass er nun wieder eingeladen wurde, spricht für sich. Bereits damals sagte Malter über den jungen Musiker: "Schon nach dem ersten Ton war klar, das unser Zusammenspiel bestens funktioniert, wir haben mit der gleichen Stimme gesprochen."

Nicht minder großartig hört es sich an, wenn der junge mallorquinische Musiker über den gestandenen Pianisten aus Berlin spricht: "Wenn man mit Alexander Malter spielt, fließt die Musik und geht direkt von unserem Herzen zum Herzen der Zuhörer."

Eben dieses musikalische Verständnis ist der Grund, warum es beim diesjährigen Festival ausnahmsweise fünf statt nur vier Konzerte geben wird: Fullana wolle neben seinem Quartett unbedingt ein weiteres mal mit Malter in Port de Sóller auftreten.

Mit dem Klavierquintett des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) schließt das Festival am Samstag, 22. Oktober. Die Mitglieder dieses Ensembles sind die Violinistin Susanne Herzog, stellvertretende Konzertmeisterin beim RSB, Franziska Drechsel, erste Geigerin bei den Sinfonikern, der stellvertretende Solo-Bratscher des RSB, Gernot Adrion, und der Solo Cellist des Orchesters, Hans-Jakob Eschenburg, sowie Alexander Malter.

Auf dem Programm stehen zwei große Werke: das Klavierquintett f-Moll op. 34 von Johannes Brahms und das Klavierkonzert Nr. 12 in A-Dur (KV 414) von Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart selbst hatte die Kammerversion des Konzerts hinterlassen, indem er das Sinfonieorchester zu einem Streichquartett reduzierte. Das Publikum in Port de Sóller wird es dem Komponisten heute noch danken.

Detaillierte Infos zum Festival finden Sie hier.

(aus MM 39/2016)

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