Luis Maraver hat die Impressionen seiner Indien-Reise auf Leinwand festgehalten. | Mariana Díaz

Luis Maraver ist in Sevilla geboren, lebt seit 1972 auf Mallorca, bezeichnet sich aber als reisenden Künstler. Und fragt man ihn nach seiner Ausbildung, bezeichnet er die Reise als seine Universität. Denn in seinen Arbeiten auf Leinwand und Papier wie auch in seinen Skulpturen verarbeitet er seine Lebenserfahrungen, und die hat er an zahlreichen Orten dieser Welt gemacht, am Amazonas und in Afrika, in Ägypten und Marokko, Jordanien und China. Und in Indien.

Bei seiner zweiten Reise in dieses Land besuchte er die Stiftung Vicente Ferrer in Anantapur im Bundesstaat Andhra Pradesh. Zahlreiche Eindrücke brachte er von dieser Reise mit, besonders von den Frauen mit ihrem aufrechten Gang oder die verschiedenen Ansichten des Himmels. Diese Eindrücke flossen in Bilder ein, die er nun im Rialto Living im Carrer Sant Feliu in Palma ausstellt.

Anders als bei seiner ersten Reise nach Indien 14 Jahre zuvor bekam der Künstler diesmal weder Tempel noch Touristen zu Gesicht. Denn Anantapur ist ein durch und durch ländlich geprägter Bezirk und gilt als einer der ärmsten Flecken des Landes. Für den Künstler aber auch einer der authentischsten.

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Besonders erregten die bunten Saris und die Armbänder der Frauen die Aufmerksamkeit des Künstlers, aber auch ihr eleganter Gang, mit dem sie die Lasten, die sie auf dem Kopf trugen, in Balance hielten. Selbst wenn es weder das gelobte Land noch das Paradies gebe, müsse man es suchen, lautet ein Credo Maravers. Weshalb er reist, sieht und malt.