Deutscher Doppelerfolg beim Mallorca-Kinofilmpreis

| |
Drehstart für Tragikomödie von NDR und ARD Degeto

Die Aufnahme entstand 2018 am Rande der Dreharbeiten zu "Nachts baden" auf Mallorca. V.l.n.r.: Florian Emmerich (Kameramann), Karsten Mielke (Butzke), Ariane Zeller (Regisseurin), Maria Furtwängler (Pola), Tijan Marei (Jenny), Jonathan Berlin (Kasimir) und Ulrich Stiehm (Produzent).

Foto: NDR/ARD Degeto/aspekt medienprod

Der ARD-Film „Nachts baden” mit Maria Furtwängler und die Schauspielerin Carmen Molinar zählen zu den Gewinnern der Premis Mallorca de Cinema. Bei einer Gala am Mittwochabend im Teatre Principal hat die Mallorca Film Commission erstmals diesen Preis vergeben

Die deutsche Produktion „Nachts baden” erhielt den Preis für den besten auf Mallorca gedrehten Film. In der Komödie von Ariane Zeller (Buch und Regie) und Frank Zeller (Buch) spielen Maria Furtwängler und Tijan Marei Mutter und Tochter – die eine egozentrische Rocksängerin, die andere brave BWL-Studentin – deren konträre Charaktere auf einer mallorquinischen Finca aufeinanderprallen.

Eigens für ausländische Produktionen wurden zwei Kategorien eingerichtet: „Beste Location” und „Beste Darstellung”. In der ersten Kategorie ging der Preis ebenfalls an „Nachts baden”.

Für ihre Darstellung in dem mallorquinischen Kurzfilm „Mírame” von Juan Andrés Mateos und Pere March wurde die deutsche Schauspielerin Carmen Molinar ausgezeichnet. Die gebürtige Hamburgerin, die in Cala Rajada lebt, spielt die Hauptrolle des Films, die von ihrem Mann (Nicolau Cortes) geschlagen und vergewaltigt wird.

Wie sehr der Film allen Beteiligten am Herzen lag, zeigt auch der Umstand, dass im Nachhinein alle Mitwirkenden auf ihre Gage verzichteten. Mit dem Filmpreis gibt es nun doch noch einen Lohn.

Insgesamt wurden 14 Preise vergeben, darunter auch die Auszeichnung für den besten Spielfilm, mit der „Pullman” von Toni Bestard bedacht wurde, und für die beste Dokumentation, die an Miquel Eek für sein Werk „Ciutat dels morts” ging.

Die Inselratspräsidentin Catalina Cladera sagte in ihrer Ansprache, es sei höchste Zeit, das große Talent anzuerkennen und auszuzeichnen, das die Filmbranche der Insel seit Langem unter Beweis stelle. Damit meinte sie nicht nur die heimischen Cineasten und Schauspieler, sondern auch die ausländischen Produktionen, die Mallorca als Drehort nutzen. (mb)

Comments

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Currently there are no comments.