Römerstadt auf Mallorca wird 2020 nicht weiter freigelegt

| | Alcúdia, Mallorca |
So sah es in den vergangenen Jahren aus, wenn die Ausgrabungsarbeiten anstanden.

So sah es in den vergangenen Jahren aus, wenn die Ausgrabungsarbeiten anstanden.

Foto: Archiv Ultima Hora

Normalerweise wird im Sommer in der Gemeinde Alcúdia auf Mallorca gebuddelt. Denn dort befinden sich die Überreste der römischen Stadt Pollentia. Wissenschaftler, unterstützt von vielen Studenten und weiteren Freiwilligen legen mit Spitzhacken und anderen Werkzeugen Mauern frei.

In diesem Jahr fällt die Aktion zum ersten Mal seit mehr als 25 Jahren aus. Das Rathaus nennt dafür drei Gründe: Zum einen sei der Zuschuss seitens der Zentralregierung in Höhe von 60.000 Euro zum zweiten Mal in Folge nicht gezahlt worden. Außerdem sind die Besucher-Einnahmen der historischen Stätte coronabedingt eingebrochen. Und die neuen Hygiene- und Sicherheitsstandards würden die Arbeit zusätzlich komplizieren.

Im Rahmen eines Austauschprogramms waren in den vergangenen Jahren stets auch US-amerikanischen Schüler und Studenten mit von der Partie, deren Anreise diesmal wohl kaum möglich gewesen wäre.

Trotzdem werden einige Experten auch in diesem Jahr an dem Projekt Pollentia arbeiten. Zum Beispiel an der Website und an einer Infobroschüre. Es gebe auch noch Material aus der dem vergangenen Jahr, das inventarisiert werden müsse.

Schon seit 1923 gibt es die archäologische Ausgrabungsstätte, bisher wurden das Forum, die Altstadt und das Theater der Siedlung freigelegt, die um 70 vor Christus gegründet worden sein soll. Bis zum 100. Jubiläum der Ausgrabungen im Jahr 2023 hat man sich einiges vorgenommen. Aber in diesem Jahr wird nicht mehr gebuddelt.

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