Der Wein der Woche

Die Denominación de Origen Ribeiro im südlichen Galicien steht zweifellos ganz unter dem Einfluss des dort vorherrschenden atlantischen Klimas. Die Rebsorten, die man übrigens auch größtenteils unter etwas anderen Bezeichnungen im nahe liegenden Portugal wieder findet, sind nicht so geläufig wie im Rest Spaniens.

Sie haben die galicischen Namen Torrontes, Treixadura, Godello, Loureira, Albilla (weiße Beeren) oder Caino, Souson, Ferron und Brancellao (rote Beeren).

Im Zusammenspiel, in der Assemblage allerdings werden sie – zumindest was die Weißweine betrifft – zu großartigen Tropfen, die an Frische und Fruchtigkeit kaum zu überbieten sind.

Ein beispielhafter Vertreter bemerkenswerter Ribeiro–Weißweine ist der Cuñas Davia der Bodega (oder Adega, wie der galicische Name für Bodega lautet) Aldavia am Schnittpunkt der Täler Avia und Ameia des Flusses Miño.

In ihrer etwa 160jährigen Geschichte wechselte die Kellerei des öfteren den Betreiber, aber seit inzwischen mehr als 50 Jahren befindet sie sich im Besitz der Familie García.

Mit ihrem Weißwein Cuñas Davia, von dem es nur 7700 Flaschen gibt, stehen sie in der Relation Qualität und Wert ganz vorne.

Dieser vorzügliche Tropfen kostet trotz stark limitierter Auflage nur etwa sieben Euro im Handel. Bei Interesse ist also Eile geboten.

Besonders auffällig ist der fruchtige Charakter des Weins. Frisch geschälter Pfirsich, Apfel und etwas Fenchel bestimmen das Bild, geschmacklich eingebettet in eine erfrischende Säure. Zum Niederknien!

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