Familientragödie

Haftbefehl für Eltern der toten Ainhoa

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Palma, 22. Juni – Nach dem Tod der achtjährigen Ainhoa hat der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten (beide 28) erlassen. Unterdessen trauern die Menschen auf Mallorca um die kleine Ainhoa. Auch Palmas Bürgermeister Mateu Isern beteiligte sich am Dienstag an einer Schweigeminute für das misshandelte Mädchen. Ainhoa war am Wochenende im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen.

Die Mutter und ihr Lebensgefährte werden beschuldigt, das Kind seit Monaten immer wieder misshandelt zu haben. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus hatte die kleine Ainhoa blaue Flecken am ganzen Körper. Besonders schwerwiegend waren die Kopfverletzungen, an denen das Kind nach knapp 24 Stunden auf der Intensivstation starb.

Die beiden Beschuldigten aus Palmas Stadtteil Coll d´en Rabassa wurden von Nachbarn als unauffällig beschrieben. Die familiären Probleme seien in dem Mehrfamilienhaus in der Calle Francisco Frontera nicht wahrnehmbar gewesen. Allerdings war das Kind in den letzten Monate über 20-Mal zur Behandlung im Gesundheitszentrum. Die Schläge sollen begonnen haben, nachdem die 28-jährige Mutter vor etwa einem Jahr bei ihrem neuen Freund eingezogen war. Das Sorgerecht lag allerdings bei den Großeltern in Andratx, wo die kleine Ainhoa auch zur Schule ging. Der Vater des toten Kindes lebt getrennt von seiner Ex-Partnerin auf dem spanischen Festland.

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