Mülltourismus aus Italien?

Neapel bittet Mallorcas Verbrennungsanlage um Hilfe

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Die Behörden in Neapel haben die Betreiber der Müllverbrennungsanlage Tirme auf Mallorca offiziell um Hilfe ersucht. Die Italiener wollen ihren Hausmüll per Schiff zur Insel schaffen und hier beseitigen lassen. Die Stadt Neapel kämpft bekanntlich seit Jahren mit einem massiven Müllproblem und droht in ihren eigenen Abfällen zu ersticken (Foto).

Allerdings hat die Umweltdezernentin des Inselrates, Catalina Soler, dem Vorstoß bereits eine Absage erteilt. Die Verbrennung des italienischen Mülls würde das Tourismus-Image der Insel beschädigen. Nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" vom Mittwoch entgingen dem Inselrat damit Einnahmen von knapp 10 Millionen Euro, da Tirme pro Tonne entsorgten Mülls 80 bis 90 Euro kassieren würde. Dadurch ließe sich auch die für 2012 geplante Gebührenerhöhung zur Abfallbseitigung umgehen.

Der Vorschlag der Italiener hatte gelautet: Sie senden von September an sechs Monate lang 4000 Tonnen Hausmüll pro Woche nach Mallorca, also knapp 100.000 Tonnen. Der zuvor zusammengepresste Abfall würde vom Hafen per Lastwagen zur Verbrennungsanlage bei Bunyola transportiert werden. Die Maßnahme würde in der touristischen Nebensaison erfolgen, in der die Verbrennungsanlage ohnehin nur wenig ausgelastet ist.

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