Im Internet kursiert dieses Bild des mutmaßlichen Extremisten. | R.S.

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Die Polizei hat nach der Festnahme des mutmaßlichen Al-Quaida-Sympathisanten José Ernesto Feliu Mora in Cala Ratjada weitere Details aus den monatelangen Ermittlungen bekannt gegeben. Demnach soll der gebürtige Kubaner kurz vor der Abreise nach Afghanistan gestanden haben. Die Antiterroreinheit der spanischen Regierung habe sich deshalb zum Zugriff entschieden.

Eine 30 Mann starke Spezialeinheit aus Madrid hatte vor zweit Tagen in einer spektakulären Aktion den Mann in seiner Wohnung festgenommen. Er soll nach Medienberichten Kontakte zum islamistischen Terrornetzwerk El Kai­da unterhalten haben.

Im Internet hatte Feliu Mora den Angaben zufolge radikale Videobotschaften verbreitet. Er soll fließend arabisch und deutsch sprechen. In Cala Rajada hatte er zeitweise als Kellner gearbeitet, war aber ansonsten nicht weiter aufgefallen. Er trug lediglich islamische Tunika und einen langen Bart.

Einem Zeitungsbericht zufolge wurde er vor einem Jahr beobachtet, wie er Polizisten fotografierte. Er gab sich aber als Journalist aus, der die Bilder für eine Reportage verwenden wollte. Aufgrund einiger Emails mit verdächtigem Inhalt, die sich unter anderem an radikale Islamisten wandten, wurde er seit 2010 beobachtet.