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Das Vorhaben, vor der Küste von Santa Ponça (Calvià) eine ausgediente Fregatte der spanischen Marine zu versenken, hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Der zentrale Gerichtshof, die Audiencia Nacional, hat die Klage der Gemeinde Calvià abgewiesen, die das Projekt unbedingt verwirklichen möchte. Die Idee ist, durch das Versenken des Kriegsschiffes ein künstliches Riff und damit eine Attraktion für Tauchtouristen zu schaffen.

Die sozialistische Zentralregierung in Madrid hatte das Projekt im Jahr 2007 gestoppt. Dagegen hatte der damalige konservative Bürgermeister von Calviá, Carlos Delgado, eine Verwaltungsklage eingereicht. Diese wurde nun mit dem Hinweis abgewiesen, die Gemeinde habe keine Zuständigkeit, wenn es um die Nutzung der Küstenzone gehe.

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Ex-Bürgermeister Delgado ist mittlerweile balearischer Tourismusminister und scheint an dem Projekt festhalten zu wollen. Kürzlich hatte das Balearen-Parlament, in dem die Konservativen die absolute Mehrheit haben, einen Beschluss verabschiedet, in dem die Zentralregierung in Madrid aufgefordert wird, das Projekt nicht weiter zu blockieren.

Die Fregatte, die 2005 stillgelegt wurde, soll unweit der Malgrat-Inseln vor der Küste von Santa Ponça versenkt werden. Umweltschutzgruppen wie Greenpeace kritisieren die Pläne seit Jahren als unverantwortlich. 4000 Tonnen Stahl auf dem Meeresboden zu entsorgen sei mit dem Naturschutz unvereinbar.