Die letzten Sonnenstrahlen nutzen

Nach trockenem Herbst sind nun starke Regenfälle angekündigt

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Sonne mit Kraft: Auch in den letzten Oktobertagen genießen Mallorca-Residenten wie Touristen das Relaxen am Strand.

Auch der schönste Herbst hat mal ein Ende: Lagen die Temperaturen im ersten Oktoberdrittel noch 1,7 Grad über dem Durchschnitt und überschritten locker die 30-Grad-Grenze, werden die Tage jetzt nicht nur merklich kürzer, sondern auch kühler. Darauf deutet unmissverständlich auch die Umstellung auf "Winterzeit" am Wochenende hin, wenn die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird.

Zeigten sich September und Oktober noch von ihrer trockenen Seite, soll es ab November umso regnerischer werden auf den Balearen, kündigte der Leiter des Meteorologischen Instituts (Aemet), Agustí Jansà an. Um auf den teils starken Wetterumschwung und seine Folgen optimal reagieren zu können, würden die entsprechenden Notfalldienste wie Feuerwehr und Zivilschutzkräfte bereits vorbereitende Maßnahmen treffen. Auf jeden Fall, so Jansà, sei auf den Balearen in den nächsten Wochen mit signifikant mehr Regen als im Herbst 2010 zu rechnen.

Was natürlich auch Vorteile, vor allem für die Natur, hat. Denn: Die Trockenheit der vergangenen Monate hat unter anderem zu einem dramatischen Rückgang der Vogelbrut etwa im Naturpark S'Albufera geführt. Der Bestand an Enten ist hier wegen des Wassermangels um rund 25 Prozent geschrumpft. Hinzu kommt die geringere Qualität des Wassers: je weniger Regen, desto höher die Nitrat-Konzentration. Eine unheilvolle Verbindung vor allem auch für die sensiblen Pflanzen hier. Der Naturpark sei schließlich ein Feuchtgebiet, so S'Albufera-Direktor Maties Rebassa: "Daher ist er von hochwertiger Wasserqualität abhängig." In dem Zusammenhang mahnte er zu einem "verantwortlichen Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft".

Auch die städtischen Wasserwerke Emaya dürften sich über die erwarteten Niederschläge freuen: Aufgrund der langen Trockenheit seien die Stauseen Cúber und Gorg Blau nur bis 22 Prozent ihrer Kapazität gefüllt, weshalb das Trinkwasser etwa im September zu 40 Prozent aus der Entsalzungsanlage kam. Kleiner Trost also vor dem "großen" Regen: Er hat auch sein Gutes.

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