"Bis zu 400 feste Arbeitsplätze"

Deutsches Telekommunikationsunternehmen plant Service-Center auf Mallorca

Unterlagen geplantes Vorhaben CCES24

Markus Frengel (l.) nimmt derzeit die Standortanalyse vor. Sollten sich auf Mallorca ausreichend deutschsprachige Mitarbeiter finden, soll das Beratungscenter im April seine Arbeit aufnehmen. Oben ein vergleichbares Zentrum in Deutschland.

Unterlagen geplantes Vorhaben CCES24

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Eines der führenden deutschen Telekommunikationsunternehmen möchte auf Mallorca ein Kundenbetreuungszentrum einrichten. Nach Angaben der damit beauftragten Unternehmensberatung Servilium könnten dabei bis zu 400 feste Arbeitsplätze entstehen. Aber noch befinde sich das Projekt im Analysestadium.

Die entscheidende Frage ist demnach, ob es auf Mallorca genügend qualifizierte Arbeitskräfte für das Servicecenter gibt. Per Annoncen sucht Servilium derzeit den telefonischen Erstkontakt zu Interessenten (+34 634 303 496 oder 634 303 525), die am 11. und 12. November zu Informationsveranstaltungen in Palma eingeladen werden.

Markus Frengel, CEO der Unternehmensberatung aus Coppenbrügge, betont gegenüber MM, dass man sich klar von den sogenannten Call-Centern abgrenze. Die Mitarbeiter würden ausschließlich Kundenanfragen des Telekommunikationsunternehmens annehmen. Um welches Unternehmen es sich handelt, wird noch nicht kommuniziert.

Den Angaben zufolge arbeitet Servilium eng mit der Balearen-Regierung zusammen, die auch ihre Unterstützung zugesagt habe, etwa bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Infoveranstaltungen. Sollten die Sondierungen positiv verlaufen, werde Mitte Dezember die Entscheidung für Mallorca fallen. Mit den ersten Anstellungen wäre dann im Februar zu rechnen, mit den ersten Kundenanrufen Anfang April. Zuvor absolvieren die Mitarbeiter einen drei- bis vierwöchigen Kursus.

Warum überhaupt Mallorca? Laut Frengel gibt es in Deutschland derzeit nicht genügend Arbeitskräfte für ein solch großes Center, weshalb man auf das südeuropäische Ausland ausgewichen sei. Für Mallorca spreche die Vielzahl an deutschsprachigen Beschäftigten im Tourismus, die alle Erfahrung im Umgang mit Kunden hätten.

Die durch Jahresarbeitszeitkonten flexiblen Arbeitszeiten im Kundencenter machten sogar eine saisonale Weiterbeschäftigung im Tourismus möglich. Zu den weiteren Vorteilen gehörten die Festanstellung und die Chancen zur Qualifizierung. Frengel: "Das geht bis zur Beratung über Sicherheits-Software." Über die Verdienstmöglichkeiten werden noch keine Angaben gemacht.

Zum recht aufwendigen Procedere von Standortwahl und Personalsuche sagt Frengel: "Sie dürfen nicht vergessen: Die Mitarbeiter gehen mit dem wertvollsten Gut des Dienstleisters um - den Kunden."

Kommentar

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Gerhard Einschutz / Vor über 7 Jahren

Das finde ich echt gut dass sich endlich auch mal ein deutsches Unternehmen in dieser Groessenordnung nach Mallorca traut. Eigentlich sollte hier genuegend Mitarbeiterpotential vorhanden sein da die meisten Leute doch froh waeren wenn sie nicht nur eine 5-6 monatliche Anstellung haetten. Alle muessen kaempfen um ueber den Winter zu kommen, egal ob Spanier oder Deutsche, somit sollen sich eigentlich genuegend Interessenten finden lassen die den Umgang mit Kunden gewohnt sind.

Ich stehe dem Ganzen sehr positiv gegenueber und werde einen Termin mit dem Unternehmen vereinbaren.