Razzia gegen Trinkgelage

Polizei-Großaufgebot stoppt den "Botellón" am Paseo Marítimo: Es hagelt Geldbußen von 1500 bis 3000 Euro

Von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden die Personalien festgehalten.

Foto: Alejandro Sepulveda Soler

Anwohner von Palmas Paseo Marítimo, im Stadtteil Son Armadams und rund um die Plaça Gomila wundern sich seit Kurzem über eine nie gekannte nächtliche Ruhe in der Umgebung.

Hintergrund ist eine neue Linie, die die Polizei seit dem vergangenen Wochenende gegen Drogenkonsum und Trinkgelage auf offener Straße fährt. In der Nacht auf Samstag, 19. November, durchkämmte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften nach und nach das gesamte Areal. Um Verdächtige zu identifizieren, waren zunächst Beamte in Zivil im Einsatz, bevor etwa 30 uniformierte Kollegen zuschlugen. 86 zumeist jugendliche Personen bekamen eine Anzeige, von 150 weiteren wurden die Personalien aufgenommen.

Im Visier hatte die Lokalpolizei vor allem das jugendliche Trinkgelage auf offener Straße - auf Spanisch "botellón" - das neben Lärm und Müll auch Schlägereien oder mutwillige Sachbeschädigungen mit sich bringt. Seit einigen Monaten ist der Alkoholkonsum auf Palmas Straßen zwar verboten, doch durchgesetzt wird die Regelung erst jetzt. Den angezeigten Jugendlichen drohen nun Geldstrafen von mindestens 1500 und höchstens 3000 Euro, die unter Umständen aber mit gemeinnütziger Arbeit abgebüßt werden können. Festgestellt wurden unterdessen auch einige Fälle von Drogenbesitz oder illegalem Straßenverkauf.

Die Polizei will ihren erfolgreichen Großeinsatz in Zukunft regelmäßig wiederholen - nicht nur am Paseo Marítimo, sondern auch an anderer Stelle.

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