Breites Medienecho zu Urdangarin

Balearische Parteien zollen der Justiz Respekt

"Imputado", zu deutsch: beschuldigt, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora".

Foto: Foto: Patricia Lozano

Die Beschuldigung von Iñaki Urdangarin, Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos, hat auf Mallorca ein breites Medienecho ausgelöst. Die Titelseite der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" machte nur ein einziges Wort zur Schlagzeile: "Imputado", zu deutsch: beschuldigt. Der Ehemann von Infanta Cristina wird sich damit in Palma den Fragen des Ermittlungsrichters zu stellen haben.

Urdangarin, der den Adelstitel Herzog von Palma führt, wird vorgeworfen, möglicherweise in einen Finanz- und Korruptionsskandal auf der Insel verwickelt zu sein. Er soll als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung in den Jahren 2004 und 2006 Subventionen in Millionenhöhe der Regionalregierungen der Balearen und Valencias veruntreut haben.

Das Königshaus hatte sich bereits im Vorfeld von Urdangarin distanziert. In seiner Weihnachtsansprache sagte Juan Carlos: "Jedes Fehlverhalten von Personen, die öffentliche Verantwortung tragen, muss gerichtlich verfolgt und bestraft werden."

Ähnlich respektvoll zur ermittelnden Rolle der Justiz äußerten sich balearische Politiker. Miquel Ramis von den Konservativen zitiert den König und sagte: "Vor Gesetz sind alle Menschen gleich." Die Sozialistin Rosamaria Alberdi sagte, es erfülle sie mit Stolz, dass die Justiz keine Ausnahmen mache.

Urdangarins Rechtsanwalt Mario Pascual betonte in Palma die Unschuld seines Mandanten. Der ehemalige Handball-Nationalspieler erhalte endlich die Gelegenheit, zu den seit längerem in den Medien verbreiteten Vorwürfen Stellung nehmen und sich verteidigen zu können.  

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