Minuspunkte für Mallorcas Küste

Naturschutzorganisation vergibt bedrohten Stränden 40 "Schwarze Fahnen"

Die Bauruine der Siedlung Ses Covetes am Es-Trenc-Strand ist den Umweltschützern seit Jahren ein Dorn im Auge.

Die Bauruine der Siedlung Ses Covetes am Es-Trenc-Strand ist den Umweltschützern seit Jahren ein Dorn im Auge.

Die balearische Naturschutzorganisation GOB hat auf Mallorca 40 Küstenabschnitte benannt, an denen die Umwelt durch Bebauung, Verschmutzung oder Übernutzung massiv belastet ist. Symbolisch wurden den Abschnitten "schwarze Fahnen" verliehen. 

Die Aktion ist Teil einer spanienweiten Kampagne, in der Umweltgruppen die Bedrohung der Küsten und Strände des Landes anprangern. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Nach Angaben des GOB sind allein 24 Küstenabschnitte von "städtebaulichen Desastern" in Mitleidenschaft gezogen. Hierzu zählt die Organisation unter anderem die Bauruinen von Ses Covetes am Strand von Es Trenc auf, aber auch geplante Bauprojekte wie ein Hotel in Sa Ràpita, Siedlungen an der Cala Blanca oder in Montport (Andratx) sowie Golfplatz-Vorhaben, etwa Son Bosc (Muro) und Son Claret. Auch der geplante Bau eines Einkaufszentrums im Feuchtgebiet Ses Fontanelles in Palma wird genannt.

Vier "schwarze Fahnen" gab es für die Einleitung von ungeklärten Abwässern ins Meer über die Bachzuläufe etwa an der Cala de les Dones (Cala Serena) und in Portocolom, sowie an den Torrents Saluet und Toro.

Ein Dutzend Fahnen betreffen konkrete Baumaßnahmen an der Küste, unter anderem der Ausbau des Hafens von Palma sowie des Sporthafens von S'Arenal. Aufgezählt wird hierbei auch das bedrohte Dünensystem an den Calas Mesquida und Agulla in Cala Ratjada. (as)

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