Eine ganz neue Sicht auf "La Seu"

Von Herbst an dürfen Besucher Palmas Kathedrale aufs Dach steigen

Palma |
Palmas Kathedrale ist Mallorcas Sehenswürdigkeit Nummer 1.

Palmas Kathedrale ist Mallorcas Sehenswürdigkeit Nummer 1.

Die Verwaltung von Palmas Kathedrale will die touristische Nutzung des Bauwerks verbessern. Ab September soll es auch geführte Rundgänge auf den Dachterrassen der Kirche und im Glockenturm geben. Vor einigen Jahren gab es solche Führungen bereits, zuletzt standen sie jedoch nur bestimmten Besuchergruppen offen.

„Die Rundgänge werden 45 bis 50 Minuten dauern", heißt es bei der Geschäftsführung der Diözese. „Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 25 Personen. Wir wissen noch nicht, wie oft pro Tag wir die Rundgänge durchführen. Das wird sich nach dem Publikumsinteresse richten." Ab Mitte September werden die Besucher beim Kauf der Eintrittskarte außerdem Audioführer mieten können.

Um die Bedeutung von Palmas Kathedrale zu erfassen, reicht ein Blick aus der Ferne: „La Seu", „Die Kathedrale", wie sie im Volksmund selbstbewusst genannt wird, ist das Wahrzeichen der Stadt und dominiert die Silhouette Palmas – für Ankömmlinge weithin sichtbar. Das gotische, im 13. Jahrhundert begonnene Gotteshaus ist das alles beherrschende Bauwerk in der Bucht von Palma.

Ihre herausragende Lage auf einer Anhöhe unmittelbar am Meer entspricht ihrer Bedeutung: Die „Kathedrale der Heiligen Maria", wie sie vollständig heißt, ist nicht nur der historische Mittelpunkt der Stadt und Zentrum des religiösen Mallorca, sondern eine der meistbesuchten Touristenattraktionen und eines der meistfotografierten Motive der Insel. Kein Werbeprospekt und kein Stadtrundgang kommt ohne sie aus. Rund 900.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr, teilt das Domkapitel mit.

„Einzigartig" und „unübertrefflich" nennt der Künstler Nils Burwitz Mallorcas emblematischstes Bauwerk. Burwitz hat eines der Glasfenster der Kathedrale gestaltet und kennt das Gotteshaus entsprechend gut. „Das Besondere ist der Innenraum", sagt Burwitz.

Kaum an einem anderen Ort sei mit so wenig Stein eine solche Höhe erreicht worden, „wagemutig und mit unerschöpflichem Gottesglauben". 44 Meter wölben sich im Hauptschiff über den Besuchern. „Dabei haben die Säulen nur die Hälfte des Durchmessers derjenigen im Kölner Dom", sagt Burwitz. „Das würde heute keiner mehr wagen."

Ihrer herausragenden Bedeutung zum Trotz – mit ihren 65 Metern ist Palmas Kathedrale schon lange nicht mehr das höchste Gebäude der Stadt. Sowohl das Hochhaus Es Fortí an der Plaza Madrid (72 Meter) als auch der Turm der Flugsicherung in Son Sant Joan (66 Meter) überragen „La Seu". (jm/G.K.)

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