Schiffsschraube tötet 11-jähriges Mädchen

Erneuter tragischer Todesfall in balearischen Gewässern

Das Unglück ereignete sich an Menorcas Nordostküste, unweit von Addaia.

Das Unglück ereignete sich an Menorcas Nordostküste, unweit von Addaia.

Das Unglück ereignete sich an Menorcas Nordostküste, unweit von Addaia.Das sechs Meter lange Boot stieß an die Felsklippen.

Mit dem Tod eines elf Jahre alten Mädchens hat sich ein Familienausflug per Boot vor Mallorcas Schwesterinsel Menorca in eine Tragödie verwandelt. Eine Welle brachte das Boot in Schräglage. Die rotierende Schiffsschraube verletzte das Kind am Kopf. Es starb in den Armen seines Vaters. Erst vor vier Tagen waren ein sechsjähriger Brite und sein Vater im Meer bei Mallorca ertrunken.

An dem Bootsausflug vor Menorcas Nordostküste hatten am Mittwoch zwei Familien mit jeweils vier Mitgliedern teilgenommen. Es handelt sich um zwei Elternpaare und jeweils zwei Kinder. Eine unerwartet hohe Welle brachte das Boot in Schräglage. Alle acht Personen fielen ins Wasser. Bei laufendem Außenbordmotor fuhr das Boot unkontrolliert weiter und verletzte dabei die Elfjährige, berichtet die spanische Tageszitung "Ultima Hora".

Die Erwachsenen konnten das Mädchen ohnmächtig bergen und sich auf Felsen an der Küste retten. Dort versuchte der Vater des Mädchens, ein Arzt (57), es wiederzubeleben. Für das Kind kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Die Küstenwache rettete die Gekenterten zum Teil mit Hubschraubern aus der schwer zugänglichen Zone der Felsklippe. Die übrigen Teilnehmer an dem Ausflug wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Eltern des verunglückten Mädchens sowie seine 16 Jahre alte Schwester mussten psychologisch betreut werden.

Das Unglücksboot wurde gegen die Klippen geschleudert. Das mit sechs Metern relativ kleine Gefährt gehörte einem italienischen Ehepaar, das mit der spanischen Arztfamilie befreundet ist. Die Kinder des italienischen Paares sind 13 und 16 Jahre alt.

Der tragische Unfall war bereits der zweite, der sich innerhalb kurzer Zeit in balearischen Gewässern ereignete. Für großes Medienecho sorgte der Tod zweier Briten in der Cala Antena im Osten Mallorcas. Dort war der kleine Louis (6) bei einem Spaziergang von einer riesigen Welle ins Meer gerissen worden. Sein Vater (28) sprang – ohne schwimmen zu können – hinterher. Die Ehefrau und zwei ältere Söhne mussten mitansehen, wie die beiden in der aufgewühlten See verschwanden. (as)

 

 

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