Mehr Quallen, aber kein Alarm

Die Zahl der Glibbertiere im Mittelmeer ist in diesem Jahr höher

Ein Schwarm Feuerquallen im vergangenen Frühjahr in Illetes.

Ein Schwarm Feuerquallen im vergangenen Frühjahr in Illetes.

In diesem Jahr gibt es im Mittelmeer mehr Quallen als in anderen Jahren. Bislang hat das auf Mallorca allerdings keinerlei Auswirkungen gehabt. Nur stellenweise trieben in den vergangenen Wochen Glibbertiere an die Strände. Von Quallen-Alarm ist keine Spur.

Deutschsprachige Medien berichten seit Tagen über eine vermeintliche Quallen-Plage auf Mallorca. Das entspricht nicht der Realität. Quallen gibt es in jedem Jahr und zu jeder Jahreszeit. In welcher Zahl sie in Strandnähe vorkommen, hängt vor allem von der Windrichtung und der Strömung ab.

Der Quallen-Experte Josep Maria Gili erklärte jetzt allerdings gegenüber der Tageszeitung "Ultima Hora", dass es im Mittelmeer in diesem Jahr mehr Quallen gebe als in anderen Jahren. Dabei handelt es sich vor allem um sogenannte Feuerquallen. Vor Mallorcas Südküste wurden aber auch Exemplare der Portugiesischen Galeere gesichtet. Der Kontakt mit ihr kann besonders schmerzhaft sein.

Gili warnt, Sparmaßnahmen in den Gemeinden könnten dazu führen, dass das Frühwarnsystem bei sich nähernden Quallenschwärmen nicht funktionieren könne. Dieses sieht vor, dass die Rettungsschwimmer benachrichtigt werden, sobald sich die Glibbertiere einem Strand bis auf 50 Meter genähert haben.

Die Quallenpopulation steigt, wenn die Tiere mehr Nahrung finden und weniger Fressfeinde haben. Dies geschieht etwa durch Überfischung der Meere. (jm)

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