Hells Angels von Mallorca nach Madrid verlegt

Spezialtransport mit Großaufgebot an Sicherheitskräften

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Unter den verdächtigen Hells Angels ist auch der deutsche Rockerboss Frank Hanbebuth.

Unter den verdächtigen Hells Angels ist auch der deutsche Rockerboss Frank Hanbebuth.

Foto: Foto: MM/Archiv

Die im Juli auf Mallorca verhafteten Hells-Angels-Mitglieder und ihre mutmaßlichen Komplizen sind überraschend nach Madrid verlegt worden. Das berichtet die spanische Tageszeitung "Ultima Hora". Den Informationenzufolge erfolgte der Transport am Freitag Vormittag per Flugzeug und unter strenger Bewachung durch ein Großaufgebot an Sicherheitskräften.

Abtransportiert wurden 18 Personen aus dem Umfeld der Rockerbande, darunter auch zwei mutmaßlich korrupte Polizisten, sowie 42 weitere Häftlinge. Zwischen 8 und 11 Uhr wurden die Gefangenen in 27 Fahrten nach und nach zum Flughafen Son Sont Joan gebracht, was rund um das Gefängnis an der Straße nach Sóller und auf der Stadtautobahn Vía de Cintura auch Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen mit sich brachte.

Begleitet wurden die 60 mit Handschellen gefesselten Häftlingen von einer ebenso zahlreichen Eskorte aus Beamten der Guardia Civil und der Nationalpolizei. Von Palma ging es nach Ultima-Hora-Angaben in einem eigens gecharterten Flugzeug zunächst nach Valencia, von wo aus die 42 Mit-Häftlinge der Hells Angels auf verschiedene Provinzen verteilt wurden.

Die Rockerbande selbst wurde hingegen nach Madrid gebracht. Wie MM berichtet hatte, fällt ihr Verfahren in die Zuständigkeit des Nationalen Gerichtshofs. Falls es zur Verhandlung kommt, muss der Prozess deswegen in der spanischen Hauptstadt stattfinden.

Derzeit befinden sich die Hells Angels in Untersuchunghaft, der Fall unterliegt dem Ermittlungsgeheimnis. Es geht um Vorwürfe wie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Menschenhandel, Erpressung, Geldwäsche und Drogengeschäfte.

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