Hells Angels wollten auf Mallorca angeblich Schwarzgeld waschen

Abgeschobene Rockerbande plante Kauf eines Bordells

Die Hells Angels aus Deutschland, die im Juli auf Mallorca festgenommen wurden und nun in Madrid in Untersuchungshaft sitzen, wollten auf der Insel offenbar hohe Euro-Millionen-Beträge an Schwarzgeld weißwaschen. Das berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" am Samstag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Das Geld, so "Utima Hora", sollte angeblich aus der Türkei stammen und mit Hilfe eines bestochenen Polizeibeamten auf die Insel gebracht werden. Der Polizist wurde im Rahmen des Einsatzes der Ermittler im Sommer ebenfalls festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Wie das Blatt weiter schreibt, war die Rockerbande mit ihren auch deutschen Mitgliedern bereits im Jahre 2011 in das Visier der spanischen Ermittler geraten. Anlass sei die Anzeige eines Deutschen gewesen, von dem die Hells Angels offenbar Geld zu erpressen versucht hatten. 

Die Hells Angels sollen unter anderem über Vermittler daran interessiert gewesen sein, ein stadtbekanntes Bordell in Palma zu erwerben. Bei den Verhandlungen sei von Summen von bis zu einer Million Euro die Rede gewesen. Beide Seiten wurden sich jedoch anscheinend nicht handelseinig. Schließlich sollen die Rocker ihre Rotlicht-Geschäfte in S'Arenal konzentriert haben.

Bei der Polizeiaktion im Juli hatte die Polizei auf der Insel 30 Personen verschiendener Nationalitäten, unter ihnen den deutschen Rockerboss Frank Hanebuth, festgenommen. Die Hells Angels und ihre mutmaßlichen Verbündeten wurden vor einer Woche von Mallorca an die Justiz nach Madrid überstellt, wo ihnen möglicherweise am Obersten Gerichtshof der Prozess gemacht wird. Den Rockern wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen sowie Erpressung, Menschenhandel, Geldwäsche und Drogengeschäfte.

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