Besucherzugang zu Ufanes-Quellen soll beschränkt werden

Tausende Schaulustige verstopften die Dorfstraßen von Campanet

Sprudelnde Quelle im Eichenwald: Ses Fonts Ufanes.

Sprudelnde Quelle im Eichenwald: Ses Fonts Ufanes.

Wenn die Quellen von Ses Fonts Ufanes nach anhaltendem Regen hervorbrechen, dann ist ihnen die Zuschauergunst gewiss. Nahezu zehntausend Besucher waren am vergangenen Wochenende aus ganz Mallorca angereist, um das Naturschauspiel bei Campanet mit eigenen Augen zu sehen. Die Kehrseite: Auf den schmale Landstraße herrschte Chaos. Jetzt will die Gemeinde den Besucherzugang beschränken.

Nach einem Gespräch mit dem balearischen Umweltministerium soll das Rathaus nun mehrere Vorschläge ausarbeiten, wie die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen seien, berichtete die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" am Mittwoch.

Nicht nur die Zufahrt zu dem Landgut Es Gabellí Petit war vollkommen zugeparkt gewesen, auch in den schmalen Gassen von Campanet war automäßig nichts mehr zu machen. Der einzige Lokalpolizist war mit der Situation vollkommen überfordert.

Das Umweltministerium erklärte, keine Kompetenzen in Sachen Verkehrssituation zu haben. Der Andrang der Besucher an wenigen Tagen im Jahr auf dem Grundstück der Finca sei hingegen keine übermäßige Inanspruchnahme des Geländes.

Seitens des Rathauses von Campanet hieß es, man wolle verschiedene Möglichkeiten überdenken, wie der Andrang in geregelte Bahnen gelenkt werden könnte und sie schriftlich beim Ministerium einreichen. Zuvor hatte es aus Campanet Kritik gegeben, die Gemeinde werde mit dem Problem alleine gelassen.

Das anhaltende schlechte Wetter dürfte die Quellen auch an diesem Wochenende noch sprudeln lassen. Bekanntlich hält das Phänomen auf Mallorca nur wenige Tage an.

Die "Fonts Ufanes" befinden sich inmitten eines Eichenwaldes auf der öffentlichen Finca Gabellí Petit und sind gut ausgeschildert. Das Zugangstor ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Unter Telefon 900-151617 kann man sich vergewissern, ob die Quelle noch sprudelt.

Die Balearen-Regierung hatte die Finca im Jahr 2005 für 3,3 Millionen Euro gekauft, die Hälfte der Kosten übernahm die Europäische Union. Die Quelle steht zudem unter Naturschutz. (as)

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