Schlag gegen Russenmafia auf Mallorca

"Taganskaya" – Beamte aus Madrid nehmen acht Verdächtige fest

In dieser Immobilie in Peguera fand die Hausdurchsuchung statt.

In dieser Immobilie in Peguera fand die Hausdurchsuchung statt.

Foto: Foto: Vasil Vasilev

Die Polizei hat auf Mallorca am Mittwoch acht Personen festgenommen, die dem Umfeld der russischen Mafia-Organisation "Taganskaya" zugerechnet werden. Unter den Beschuldigten befindet sich auch der russische Unternehmer Alexander R., der als führender Kopf der Organisation gilt, teilte die Guardia Civil mit.

Bei den weiteren Festgenommenen handelt es sich um die Ehefrau des Unternehmers, sowie um mutmaßliche Strohmänner, aber auch Steuer- und Rechtsberater auf Mallorca. Die Beamten durchsuchten eine Immobilie in Peguera sowie die Räume einer Anwaltskanzlei in Palma, die in Verdacht steht, in die illegalen Geschäfte verwickelt zu sein.

Nach Angaben der Polizei ist die aus dem Raum Moskau stammende Organisation spezialisert auf das illegale Erwerben von Unternehmen, die durch Gewalt oder Erpressung angeeignet und anschließend in die Pleite getrieben werden, um so Steuervorteile zu erlangen. Der Vorwurf lautet darüber hinaus auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Die Polizei wurde bereits vor 20 Monaten auf den Unternehmer aufmerksam, als er massiv Geld auf Mallorca investierte und auf der Insel das Hotel "Mar y Pins" erwarb. Alexandert R. sei bereits in Russland wegen Wirtschaftsdelikten bei der Polizei aktenkundig gewesen.

Die "Dirieba" genannte Polizeioperation sei seitdem in Zusammenarbeit mit Europol vorbereitet worden. Unterstützt wurden die extra aus Madrid eingeflogenen Fahnder von Polizeikräften der Guardia Civil der Insel sowie der balearischen Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft. (as)

(aktualisiert um 16 Uhr)

Kommentar

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Karin Moldau / Vor über 6 Jahren

Ich gratuliere der spanischen Polizei!! Hut ab!! So wissen diese Herrschaften gleich, d. sie sich hier nicht so sicher sein können, wie in anderen Ländern! Das Hotel MaryPins in Paguera hat Unsummen an Umbaukosten verschlungen.Viele haben sich gewundert, woher das russische Ehepaar neben den Kosten für den Kauf auch noch das Geld für diese Umbaukosten hergenommen hat..