Untersuchungshaft für russischen Unternehmer

Vorwurf der Geldwäsche und der organisierten Kriminalität

Bei der Polizeiaktion vergangene Woche waren eigens Spezialkräfte aus Madrid nach Peguera gekommen.

Bei der Polizeiaktion vergangene Woche waren eigens Spezialkräfte aus Madrid nach Peguera gekommen.

Foto: Foto: Vasil Vasilev

Der russische Unternehmer, der Mitte vergangener Woche auf Mallorca bei einem spektakulären Polizeieinsatz festgenommen worden war, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ermittlungsrichter schloss die Möglichkeit einer Kaution aus. Fünf weitere Beschuldigten kamen gegen Auflagen frei.

Dem russischen Unternehmer Alexander R., der 2010 das Hotel Mar y Pins am Palmira-Strand in Peguera erworben hatte, wird vorgeworfen, einer der führenden Köpfe der Moskauer Mafia-Vereinigung "Taganskaya" zu sein. Er soll Geldbeträge aus illegalen Geschäften in Millionenhöhe auf Mallorca investiert haben.

Der Unternehmer wird unter anderem der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation beschuldigt. Die weiteren Vorwürfe lauten: Geldwäsche, Urkundenfälschung, Wirtschaftsvergeben, Steuerhinterziehung.

Der mallorquinische Rechtsberater des Unternehmers wurde gegen eine Kaution in Höhe von 100.000 Euro auf freien Fuß gesetzt. Ihm wurde eine Frist von fünf Tagen eingeräumt, die Summe dem Gericht zu übertragen. Den übrigen Festgenommenen wurde der Reisepass abgenommen. Sie dürfen das Land nicht verlassen und müssen sich regelmäßig bei Gericht melden.

Die Festgenommenen waren am Wochenende stundenlang verhört worden. An der Polizeiaktion, die am Mittwoch vergangene Woche stattgefunden hatte, beteiligten sich Spezialkräfte aus Madrid. Die Operation war in Zusammenarbeit mit Europol viele Monate im Vorfeld vorbereitet worden. (as)

Kommentar

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Wolpas / Vor über 6 Jahren

Tja, Mallorca.Ich sage nur " Geister die ich rief......". Diese Leute wurden oder werden von Mallorcas Verantwortlichen umgarnt.

Karin Moldau / Vor über 6 Jahren

einfach nur hervorragend!! Und weiter so! Nur so geht es, diesem Pack das Handwerk zu legen! Leidtragende sind wieder die, die dort beschäftigt waren