Schlag gegen Frauenhandel

Neun Personen in Palma festgenommen. Bordell in Porto Cristo geschlossen

Der Bordellbetreiber aus Porto Cristo wird auf die Polizeiwache nach Manacor gebracht.

Der Bordellbetreiber aus Porto Cristo wird auf die Polizeiwache nach Manacor gebracht. Foto: Polizei

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Der Polizei auf Mallorca sind zwei Schläge gegen den Frauenhandel gelungen. In Palma wurden neun Personen festgenommen, die vor allem Frauen aus Rumänien zur Prostitution zwangen. Die Wohnung des Bandenchefs wurde ebenso durchsucht wie drei Sex-Clubs. In Porto Cristo schloss die Polizei bereits am Montag ein Bordell.

In Palma hatte der Frauenhändlerring die jungen Frauen in diversen Bordellen untergebracht, wo sie unter menschenunwürdigen Bedingungen regelrecht gefangen gehalten wurden und nahezu rund um die Uhr arbeiten mussten, berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" am Dienstag unter Berufung auf die Nachrichtenagentur EFE.

Insgesamt wurden 17 Frauen aus den Händen der Bande befreit. Der Klanchef, der auch auf den Kanaren aktiv war, sowie acht weitere Helfer wurden festgenommen. Die Polizeibeamten durchsuchten mehrere Wohnungen und stellten Belastungsmaterial sicher.

Bereits am Vortag hatte die Polizei ein Bordell an der Ostküste von Mallorca durchsucht und dort acht Frauen entdeckt, die von den Puffbetreibern sexuell ausgebeutet wurden. Sechs der Frauen besaßen keine legale Aufenthaltsgenehmigung für Spanien. In dem Lokal wurden zudem kleinere Mengen an Kokain sichergestellt, mit dem in dem Lokal gehandelt worden war.

Die Bordellbetreiber, ein Ehepaar, wurden festgenommen. Der Mann kam in Untersuchungshaft, die Frau wurde gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt. (as)

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