Palmas Krematorien sind vor allem im Winter stark ausgelastet. | Foto: Archiv Última Hora

Wegen einer Zunahme an Sterbefällen in den vergangenen Tagen standen die Krematorien in Palma de Mallorca offenbar kurz vor einem Kollaps und mussten ihre Betriebszeiten verlängern. Beträgt die durchschnittliche Wartezeit für eine Einäscherung im Normalfall 24 bis 48 Stunden, waren es zuletzt 72.

Die Betreiber des Friedhofs von Bon Sosec sahen sich gezwungen, bis in die Abendstunden hinein Verbrennungen durchzuführen. In Son Valentí blieben die Tore sogar am Wochenende geöffnet. "Vor allem die Richtlinie, dass zwischen jeder Einäscherung aus Sicherheitsgründen fünf Stunden verstreichen müssen, hat uns Probleme bereitet", so Irene San Gil, Chefin des städtischen Friedhofsamtes.

Als Grund für die vielen Sterbefälle nannte San Gil die Kältewelle der vergangenen Wochen. "Um diese Jahreszeit sterben immer mehr Menschen." Dennoch gebe es keinen Grund zur Panik. "Im Notfall können wir Verbrennungen in ländlichen Gebieten durchführen", so San Gil. Seit Jahresbeginn gab es in Palma 223 Einäscherungen.