Pornovideo-Skandal an Playa de Palma

Platja de Palma, Mallorca |
Standbild aus dem Video.

Standbild aus dem Video. Foto: Ultima Hora

Nach dem weltweiten Wirbel um Sexvideos aus Magaluf im Vorjahr haben nun offenbar Nachahmer und Trittbrettfahrer die Playa de Palma als Drehort für sich entdeckt. Wie die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Dienstag berichtet, ist dort eine Aufnahme mit Live-Sex in der Öffentlichkeit gefilmt und anschließend ins Internet gestellt worden.

Anders als bei den Videodrehs in Magaluf im Sommer 2014 wirkt die Darstellerin weder betrunken noch unter Drogeneinfluss. Wie die Zeitung unter Berufung auf Polizeiquellen schreibt, ist die junge Frau bei dem Dreh an der Playa offenbar in vollem Bewusstsein darüber, dass sie gerade und frei von Zwang beim Sex gefilmt wird.

Die Aufnahmen entstanden am Strand von und in der ersten Linie der Meerespromenade. Zu sehen ist dem Bericht zufolge die Darstellerin, eine etwa 20 Jahre alte Frau beim Oralsex mit einem Mann. Beide unterhalten sich auf Deutsch.

Anschließend läuft die Frau die Playa entlang und spricht Passanten an. Sie bittet um ein Taschentuch, um sich das Gesicht zu reinigen. Dabei schildert sie den Angesprochenen den Hergang von vorhin. Am Ende findet sie einen Werber für eines der Playa-Lokale auf der Straße. Der Mann reicht ihr ein T-Shirt, damit sie ihr Gesicht abwischen kann.

Wie Ultima Hora schreibt, könnte die einschlägige Sexszene in jedem herkömmlichen Pornofilm vorkommen. Der Unterschied sei jedoch, dass die Aufnahmen im öffentlichen Raum entstanden. Hinzu kommt, dass in dem 2,5 Minuten langen Streifen auch unbeteiligte Passanten auf Mallorca zu sehen sind, die sich zu dem Zeitpunkt zufällig an der Playa de Palma aufhielten.

Es ist nicht bekannt, wann das abends oder nachts aufgenommene Video tatsächlich entstanden ist und wer die Darsteller sind. Unklar ist auch, ob sich zum Zeitpunkt des Drehs etwa Minderjährige in der Nähe befanden, die eventuell zu unfreiwilligen Zeugen des Dargestellten wurden. Noch habe die Polizeibehörde kein Anzeigeverfahren gegen die Urheber des Machwerks eröffnet.

Auf der Online-Seite von Ultima Hora kam es innerhalb von kurzer Zeit zu einer Vielzahl von Kommentaren. Leser gaben ihrer Empörung Ausdruck, andere kritisierten die Zustände an der Playa de Palma und die Abwesenheit von Polizeibeamten. Wieder andere vermuteten, das Video sei das Werk von professionellen Porno-Promotern, die auf diese Weise für sich Werbung machen wollten, wiederum andere bezeichneten die Aufnahme als eine der vielen laienhaften Privatproduktionen, wie sie im Internet zu finden seien. Weitere Kommentatoren sorgten sich um den Ruf der Playa de Palma als Tourismusdestination. (as)

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