Countdown für den letzten Stierkampf

Coliseo Balear, Palma de Mallorca |
Die Kampfstiere sind bereits auf Mallorca eingetroffen.

Die Kampfstiere sind bereits auf Mallorca eingetroffen. Foto: UH

Für den voraussichtlich letzten Stierkampf auf Mallorca tickt die Uhr. Beginn ist am Donnerstag, 6. August, um 22 Uhr im Coliseo Balear in Palma. Eine technische Inspektion der Arena hat keine Mängel ergeben, so dass der Corrida nichts mehr im Weg steht.

Die Erklärung zur "Anti-Stierkampf-Stadt" durch die Kommunalpolitik hat vorerst keine Auswirkungen. Allerdings wird erwartet, dass das von den Linksparteien dominierte Balearen-Parlament in den nächsten Monaten ein allgemeines Verbot erlässt, wie es bereits in der Nachbarregion Katalonien auf dem Festland gilt.

Die Kampfstiere des Abends sind unterdessen bereits aus Sevilla eingetroffen. Es handelt sich um Receloso (550 kg), Seducido (560 kg), Nazarito (560 kg), Velero (470 kg), Tonel (510 kg), Bladio (550 kg), Jilguero (480 kg), Zaragatero (500 kg) und León (550 kg). Alle stammen aus dem andalusischen Zuchtbetrieb Zalduendo. Das Hauptprogramm bestreiten die bekannten Toreros Morante de la Puebla, José Maria Manzanares und Alejandro Talavante. Es wird mit gut besetzten Rängen gerechnet.

Vor der Arena haben sich im Übrigen die Tierschützer von "Mallorca sense Sang" zum Protest angekündigt. (mic)

Kommentar

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Nadine / Vor über 3 Jahren

So sollte man es mit den Matadoren auch machen.

Antonietta / Vor über 3 Jahren

Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.